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Ein Stahlgerüst für das Pottwal-Skelett

Die Metallbauklasse der Theodor-Litt-Schule in Gießen baut das Stahlgerüst für die Aufhängung des Wal-Skeletts im Hörsaal der Hermann-Hoffmann-Akademie der Universität Gießen – Zahlreiche (Sach-)Spenden von Firmen unterstützen das Projekt

Nr. 237 • 7. November 2017

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Die Metallbauklasse der Theodor-Litt-Schule in Gießen baut unter der Leitung von Marco Schlapp (2.v.r.) das Stahlgerüst für die Aufhängung des Pottwal-Skeletts im Hörsaal der Hermann-Hoffmann-Akademie auf. Mit dabei ist auch Präparator Ralph Blakey (r.) vom Institut für Veterinär-Anatomie der JLU. Foto: Katrina Friese
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Der Schädel des Wals wird über dem Eingang rechts hängen. Foto: Katrina Friese
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Die Metallbauklasse der Theodor-Litt-Schule in Gießen fertigt auch das Stahlrohr an, auf das die Wirbel des Wals gezogen werden sowie die Schellen, die die Wirbel in ihrer Position auf dem Rohr fixieren. Foto: Katrina Friese
Das Gießener Pottwal-Puzzle ist seiner Vollendung in der Hermann-Hoffmann-Akademie ein gutes Stück nähergekommen: Schüler der Theodor-Litt-Schule in Gießen haben mit ihrem Lehrer Marco Schlapp ein Stahlgerüst gebaut, das sie nun im Hörsaal der Hermann-Hoffmann-Akademie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) installieren. An diesem Gerüst wird das Skelett des Wals später an Stahlseilen über den Köpfen der Studierenden hängen. Wann genau es soweit sein wird, steht noch nicht fest. Zu viele Unwägbarkeiten hat dieses einmalige Projekt.

Das Pottwal-Team um Prof. Dr. Volker Wissemann, Leiter der Hermann-Hoffmann-Akademie, sowie Prof. Dr. Martin Bergmann, Prof. Dr. Stefan Arnhold, Prof. Carsten Staszyk und Präparator Ralph Blakey (alle vom Institut für Veterinär-Anatomie der JLU) hatte mit der Metall-Innung Gießen Gespräche über den Bau des Stahlgerüstes und die Aufhängung des Wal-Skeletts geführt. Mit der Theodor-Litt-Schule wurden sie sich dann einig, schließlich profitieren von der Kooperation beide Seiten. „Ohne die Metallbauklasse hätten wir das nicht hingekriegt“, so Arnhold. Denn auch die Kosten spielten eine Rolle. Bei der Metallbauklasse steht Stahlbau im Curriculum, da war das Gerüst für das Wal-Skelett eine reizvolle Aufgabe.

Der Einbau der drei Stahlträger mit Querbalken war nötig, weil der Hörsaal keine tragende Decke hat. „Die größte Herausforderung waren das Gewicht der Stahlträger und der Einbau im bestuhlten Hörsaal“, so Marco Schlapp. Seine Schüler, Metallbauer und Konstruktionsmechaniker, sind alle im dritten Lehrjahr. „Man muss hier Leute mit Erfahrung haben.“

Großzügige und oft unkonventionelle Unterstützung für das Projekt gab es von vielen Seiten. Privatleute, Firmen und Geldinstitute spendeten für die Präparation und den Aufbau des Wal-Skeletts. Die Firma Wiesecker Werkzeugvermietung aus Alten-Buseck stellte von der Anlieferung des Wal-Kadavers bis heute die gesamte Hebetechnik kostenlos zur Verfügung. Der Aufbau der Stahlträger in der Hermann-Hoffmann-Akademie wurde ermöglicht durch eine Stahlspende der Firma Bieber + Marburg aus Gießen; die Bereitstellung des Gerüsts erfolgte durch den Malerbetrieb Lecke aus Pohlheim. Werkzeug für die Metallbauklasse spendete die Firma Borrmann aus Annerod und auch von der Hessischen Staatskanzlei erhielt die Theodor-Litt-Schule für die Gerüstarbeiten einen Beitrag für Verbrauchsmaterial und Werkzeug. Die Statik für das Stahlgerüst berechnete Mario Ohrisch (IPO - Ingenieurgesellschaft mbH für Baustatik) unentgeltlich. Und die Hermann-Hoffmann-Akademie wurde für die Metallbauklasse nicht nur beim Aufbau des Gerüsts zum Lernort: Die Firma Fischer veranstaltete dort anlässlich des Pottwal-Projekts ein Dübelseminar für die Berufsschüler.
  • Der Gießener Pottwal

Das Skelett des Wals, der Anfang des Jahres 2016 auf Nordstrand bei Husum gestrandet ist, ist im Institut für Veterinär-Anatomie der JLU präpariert und gebleicht worden. Im Mai 2017 sind die Skeletteile an ihren Ausstellungsort in der Herman-Hoffmann-Akademie gebracht worden, wo sie vor der Aufhängung noch nachtrocknen mussten. Die naturgetreue Ausstellung des Wal-Skeletts soll unter anderem begleitet werden von Informationen über das Leben (und Sterben) der Wale und über die Problematik des Plastikmülls im Meer, die sich auch im Magen des Gießener Wals zeigte.

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon: 0641 99-12041



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