Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Universität Gießen und Universidad de los Andes feiern 50 Jahre deutsch-kolumbianische Hochschulpartnerschaft

Justus-Liebig-Universität trägt mit dem Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstitut zur Ausgestaltung und Absicherung des Friedensprozesses bei

Nr. 72 • 16. Mai 2017

copy_of_PM7217ReisenachKolumbien.jpg
JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee (links) und Uniandes-Rektor Prof. Dr. Pablo Navas bei der feierlichen Verleihung der Ehrenmedaille. Foto: Universidad de Los Andes


Keine andere deutsche Universität kann auf eine so lange Kooperation mit Kolumbien zurückblicken wie die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Mit Partnern in Kolumbien verbindet die JLU mehr als ein halbes Jahrhundert akademischer Zusammenarbeit. Anlässlich der Feier der 50-jährigen Kooperation mit der Universidad de Los Andes (Uniandes) und zur Initiation des weiteren Ausbaus der wissenschaftlichen Zusammenarbeit reiste vom 10. bis 14. Mai 2017 eine Delegation der JLU nach Medellín und Bogotá. Neben JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee und JLU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Verena Dolle nahmen Prof. Dr. Helmut Breitmeier (Politikwissenschaft), Prof. Dr. Christian Gissel (Gesundheitsökonomie), Prof. Dr. Carlos Hermosilla (Veterinärmedizin), Prof. Dr. Tom Wilke (Biologie), die Leiterin des Akademischen Auslandsamts, Julia Volz, sowie der Kolumbien-Sonderbeauftragte des
JLU-Präsidiums, Dr. Sven Werkmeister, an der Reise teil.
 
Der Höhepunkt des Besuchs war die feierliche Verleihung der Ehrenmedaille der Uniandes Medalla al Mérito Uniandino durch Rektor Prof. Dr. Pablo Navas an die JLU. Mit der Ehrenmedaille zeichnet die Uniandes die JLU für ihre herausragenden Verdienste um die Förderung der deutsch-kolumbianischen Wissenschaftsbeziehungen aus. Zwei Projekte mit besonderer Bedeutung hob Rektor Navas im Rahmen der Verleihung hervor: das 2010 unter Federführung der JLU gegründete deutsch-kolumbianische meereswissenschaftliche Exzellenzzentrum CEMarin und das ebenfalls unter Konsortialführung der JLU kürzlich etablierte Deutsch-Kolumbianische Friedensinstitut CAPAZ (Instituto Colombo-Aléman para la Paz). Beide Projekte werden vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit erheblichen Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert.

„Keine andere Universitätspartnerschaft hat die Uniandes so lange begleitet und unsere Entwicklung so stark geprägt wie die Kooperation mit der Universität Gießen. Für dieses enorme Engagement unserer Partneruniversität und ihrer Mitglieder sind wir sehr dankbar. Auch in den nächsten 50 Jahren möchten wir die enge Zusammenarbeit auf allen
Ebenen weiter vorantreiben“, sagt Uniandes-Rektor Prof. Navas.

„Die Auszeichnung durch unsere Partneruniversität ist für uns eine große Anerkennung. Sie ist Ergebnis und Ausdruck unserer strategischen Partnerschaft, aus der inzwischen eine institutionelle Freundschaft geworden ist“, freut sich JLU-Präsident Prof. Mukherjee. Mit Blick in die Zukunft ergänzt er: „Nach Jahrzehnten des bewaffneten Konflikts in Kolumbien möchten wir mit dem Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstitut CAPAZ nun einen Beitrag zur Sicherung des Friedens in diesem für uns so wichtigen Partnerland und seiner gesellschaftlichen Entwicklung leisten. Auch in diesem Kontext werden wir eng mit unseren Partnern an der Uniandes zusammenarbeiten.“

Das Projekt CAPAZ wurde im Januar 2017 mit einer hochrangigen Kick-off-Veranstaltung in Bogotá, die durch die kolumbianische Außenministerin María Ángela Holguín Cuéllar und ihren seinerzeitigen Amtskollegen Dr. Frank-Walter Steinmeier eröffnet wurde, angestoßen. Im Rahmen des aktuellen Delegationsbesuchs der JLU wurden nun die endgültigen Räumlichkeiten in der kolonialen Altstadt Bogotás durch den CAPAZ-Geschäftsführer Dr. Carlos Nupia von der Universidad Nacional de Colombia (UNAL) übernommen. Die im deutsch-kolumbianischen Friedensinstitut tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von fünf deutschen und fünf kolumbianischen Universitäten stellen ihre Expertise zur Verfügung, damit alle Fragen, die sich in Kolumbien im Friedensprozess stellen, wissenschaftlich fundiert beantwortet werden können. Hierzu gehört etwa die Ausgestaltung einer Übergangsjustiz, die den notwendigen Aussöhnungsprozess unterstützt, aber auch Fragen der Landreform und Landnutzung sowie der Wiedereingliederung bisheriger Rebellen in die Zivilgesellschaft und den Arbeitsmarkt.

Kolumbien ist die strategische Partnerregion der JLU in Lateinamerika. Die Delegation führte ebenfalls Gespräche an der Universidad de Antioquia in Medellín und an der UNAL. Auch hier wurden Möglichkeiten der weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit erörtert.

Aufgrund des großen Potentials der deutsch-kolumbianischen Zusammenarbeit und der herausragenden Bedeutung des Friedensprozesses wird Ende Mai auch Ministerpräsident Volker Bouffier nach Kolumbien reisen. Begleitet wird der Ministerpräsident von einer großen Delegation aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.


  • Kontakt


, Akademisches Auslandsamt der Justus-Liebig-Universität Gießen
Goethestraße 58, 35390 Gießen
Telefon: 0641 99-12130

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon: 0641 99-12041