Landesgartenschauen als Format der ereignisorientierten Entwicklung von Klein- und Mittelstädten (DFG)
Seit über 30 Jahren wird über Events als Format der ereignisorientierten Entwicklung von Städten debattiert. Im Vordergrund dabei stehen Mega-Events wie olympische Spiele, Fußballweltmeisterschaften oder EXPOS in Großstädten. Diese haben historisch betrachtet zunehmend große Auswirkungen auf die Stadtentwicklung und wurden zunehmend Teil der Stadtentwicklungspolitik.
Landesgartenschauen sind für Klein- und Mittelstädte ein typisches Eventformat. Dabei sind Klein- und Mittelstädte in der Stadtforschung eine vernachlässigte Städtekategorie und stehen auch in der Debatte um ereignisorientierte Stadtentwicklung im Schatten der vordergründig untersuchten Metropolen und Großstädte. Gleichwohl Landesgartenschauen im Vergleich zu den größeren Formaten weniger spektakulär erscheinen, ist ihre Bedeutung für die austragende Stadt sehr groß. Sie werden auch systematisch dazu genutzt Impulse für die gesamtstädtische Entwicklung zu geben.
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Zeitraum 10/2018 bis 09/2021 geförderte Projekt untersucht in drei Arbeitsschritten Verlauf, Planungsprozess, Effekte, Akzeptanz und Bürgerbeteiligung des Eventtypus Landesgartenschauen in Klein- und Mittelstädten. Ziel des Projektes ist es, Landesgartenschauen als Format der ereignisorientierten Stadtentwicklung in einer vergleichenden Perspektive zu erforschen. In AS1 wird eine bundesweite Datenbank aller seit 1990 durchgeführten Landesgartenschauen in Deutschland erstellt. Anschließend werden in AS2 Ex-Post-Analysen von neun Fallstudien durchgeführt. AS3 untersucht begleitend sechs weitere Fallstudien.
Projektbearbeitung: Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Geographie, Prof. Dr. Christian Diller und Sarah Karic, M.Sc.
Laufzeit: 2018-2021
Weitere Informationen: http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/389503094