Energie
Energie – Grundlage unserer Gesellschaft
Eine zentrale Voraussetzung nahezu aller Bereiche unseres Lebens ist Energie – ob in der Industrie, für Mobilität oder alltägliche Routinen wie Kochen, Heizen und die Nutzung digitaler Geräte. Obwohl Energie physikalisch immer vorhanden ist, steht sie uns nicht unbegrenzt nutzbar zur Verfügung. Erst durch aufwändige Umwandlungs- und Verteilungsprozesse wird sie für unsere Bedürfnisse einsatzfähig gemacht. [1]
Dabei nutzen wir Energie in vielfältigen Formen, insbesondere als Strom und Wärme. Diese stammt aus unterschiedlichen Quellen, die sich hinsichtlich ihrer Umweltbelastung stark unterscheiden: Fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas sind zwar dominant, jedoch endlich verfügbar und verursachen durch die Umwandlung in elektrische oder thermische Energie und deren Nutzung erhebliche Treibhausgasemissionen. Rund 85 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen waren im Jahr 2022 solche energiebedingten Emissionen, die maßgeblich zum Klimawandel beitragen. [2]
Demgegenüber stehen erneuerbare Energien, z. B. aus Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomasse, die nahezu unbegrenzt verfügbar und deutlich umweltfreundlicher sind.
Neben den großen industriellen und infrastrukturellen Anwendungen prägt auch der direkte Energieeinsatz im Alltag maßgeblich den Gesamtverbrauch. Oft bleibt verborgen, wie viel Energie tatsächlich dahintersteckt und welche Auswirkungen unser Konsumverhalten auf die Umwelt hat.
Deswegen gewinnt der Aspekt der „grauen Energie“ zunehmend an Bedeutung: Dies ist jene Energie, die für Herstellung, Transport und Entsorgung von Produkten oder Dienstleistungen benötigt wird. [3] Ihre Berücksichtigung ermöglicht es, den vollständigen ökologischen Fußabdruck sichtbar zu machen und so zu einer nachhaltigeren Energiezukunft beizutragen.
Klimaschutz und Energie als komplexes Zusammenspiel
Der fortschreitende Klimawandel und dessen spürbare Folgen – von extremen Wetterereignissen bis hin zum Verlust von Biodiversität – stellen uns vor die Herausforderungen, Emissionen zu reduzieren und Resilienz zu stärken. In wissenschaftlichen und politischen Debatten gilt ein struktureller Wandel unseres Energiesystems als zentraler Ansatz: Weg von fossilen Energieträgern, hin zu regenerativen Quellen.
Gleichzeitig geht es nicht nur um den Wechsel der Energiequelle, sondern auch um den verantwortungsvollen Umgang mit Energie insgesamt. Suffizienz-Strategien, die auf eine Reduktion des Verbrauchs abzielen, gelten heute als zentrale Hebel. Werden diese ergänzt mit Energieeffizienz (möglichst verlustarme Umwandlung und Nutzung) und Konsistenzinstrumenten (Gestaltung von Stoff- und Energieströmen, sodass sie dauerhaft im Einklang mit natürlichen Kreisläufen stehen), lässt sich der Energiebedarf mit den Zielen des Klimaschutzes und einer nachhaltigen Entwicklung in Einklang bringen. [4]
Globale Ziele für eine gerechte und nachhaltige Energiezukunft
Die zentrale Bedeutung von Energie spiegelt sich auch in den Nachhaltigkeitszielen, den Sustainable Development Goals (SDGs), der Vereinten Nationen wider. SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie – fordert ausdrücklich, bis 2030 den Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle Menschen zu gewährleisten. Dieses Ziel steht mit weiteren SDGs in Verbindung, insbesondere SDG 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur, und SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz. Zudem bestehen Wechselwirkungen mit SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden sowie SDG 12 – Nachhaltiger Konsum und Produktion. [5] Denn Zugang zu nachhaltiger Energie kann ökologische Stabilität, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Entwicklung fördern. [6]
Als unverzichtbare Grundlage für unsere Gesellschaft stellt uns die Energieumwandlung und -nutzung gleichzeitig vor die zentralen Aufgaben, Energieversorgung klimaneutral zu gestalten, einen fairen Zugang zu Energie zu sichern und ökologische, soziale sowie wirtschaftliche Ziele zu vereinen.
Deshalb ist es entscheidend, dass wir nicht nur politisch, sondern auch individuell Verantwortung übernehmen. Die folgenden Seiten beinhalten weitere nützliche Informationen und zeigen, wie wir gemeinsam zu einem gerechten, nachhaltigen und effizienten Umgang mit Energie beitragen können.
Nudging-Kampagne
Mit dem Slogan "Gehste raus, mach's aus!" wurden Sticker auf Lichtschalter in Büros, Hörsälen, Toilettenräumen und Seminarräumen angebracht für eine situative Erinnerung an die hier beschriebenen Handlungen. Der aufgedruckte QR-Code verlinkt folglich auf diese Übersichtsseite. Im Sinne der Nachhaltigkeit sind die Sticker längerfristig angelegt, um auch saisonunabhängig mögliche Einsparpotenziale aufzuzeigen. Dementsprechend sind die Sticker langlebig konzipiert und sollen nicht nur kurzfristig an den Schaltern haften. Die Sticker haben eine B1 Brandschutzzertifizierung und können bei Bedarf mit üblichen Haushaltsmitteln wieder abgelöst werden.
Wenn Sie Interesse an weiteren Stickern haben, kontaktieren Sie gerne das BfN.
Energiespar-Videos
| Energiesparen - Arbeitsalltag im Büro | Energiesparen - Arbeitsalltag in Büro und Labor |
Die Energiespar-Tipps kompakt
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Quellen
[1] https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/energie-und-umwelt-319/169458/was-ist-energie/
[3] https://sns.uba.de/umthes/en/labels/TH_00656985.html#
[4] https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2020-05-06_texte_56-2020_energieverbrauchsreduktion.pdf, S. 21, S. 56
[5] https://www.bmz.de/de/agenda-2030/sdg-7





