Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Eine Neue Erzählung der Moderne

Die Ringvorlesung des Präsidenten „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Und: Wie wir morgen leben werden“ wird am 25. Januar 2021 fortgesetzt – Bekannter Klimaforscher Prof. Hans Joachim Schellnhuber mahnt zu verantwortungsvollem Handeln

Nr. 7 • 18. Januar 2021

Die Corona-Krise, vom Typ „once in a century“, hat das Leben der Menschen schon so stark verändert wie wohl kein Ereignis seit 1945. Die Universität ist ein privilegierter Ort, über die Folgen der Pandemie in die Zukunft orientiert zu diskutieren. Das betrifft vor allem auch die Frage, wie Gesellschaften umwelt- und klimapolitisch nachhaltiger werden können. Die Vorlesungsreihe des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) befasst sich daher im Wintersemester 2020/21 unter dem Titel „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Und: Wie wir morgen leben werden“ mit verschiedenen Aspekten der Krise und fragt nach Perspektiven für die Zukunft. Eine Reihe herausragender Persönlichkeiten behandelt das große Thema interdisziplinär und stellt unterschiedliche Ansätze zur Diskussion.

In der ersten Ringvorlesung des Jahres 2021 erläutert Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Schellnhuber am 25. Januar die Notwendigkeit, „Eine Neue Erzählung der Moderne“ – so lautet auch sein Vortragstitel – zu etablieren. Die Corona-Pandemie leuchtet zwar verschiedene dunkle bzw. prekäre Ecken der Gegenwartsgesellschaft aus, aber sie stellt selbst keine existenzielle Bedrohung der Moderne dar, wie Prof. Schellnhuber darlegt. Letztere werde hingegen zugrunde gehen, wenn sie nicht endlich ihren Gründungsmythos, dass der technische Fortschritt durch Erschließung unerschöpflicher Naturressourcen immerwährendes wirtschaftliches Wachstum ermöglicht, erkennt und verwirft. „Ein neues, besseres Narrativ der Moderne muss sich von der materiellen Wachstumsobsession lösen und gesellschaftlichen Fortschritt in weitgehend geschlossenen Kreisläufen von Produktion und Konsumption konzipieren“, appelliert der bekannte Klimaforscher.

Prof. Hans Joachim Schellnhuber ist Direktor em. des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), das er als Gründungsdirektor von 1991 bis 2018 leitete. Er studierte Physik und Mathematik, promovierte an der Universität Regensburg und war Postdoc am Institute for Theoretical Physics, Santa Barbara. Es folgten Ordentliche Professuren an den Universitäten Oldenburg und Potsdam sowie an der University of East Anglia, Norwich. Von 2001 bis 2005 war er Research Director des Tyndall Centre for Climate Change Research in Großbritannien. Schellnhuber ist Mitglied der Deutschen Nationalakademie Leopoldina, der US National Academy of Sciences, der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, der Academia Europaea und mehrerer anderer Gelehrtengesellschaften. Er fungierte als wissenschaftlicher Berater für eine Vielzahl führender Politiker und Religionsvertreter, ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) seit dessen Gründung im Jahr 1992 und trug in unterschiedlicher Weise zur Arbeit des Weltklimarates (IPCC) bei, der 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.
Die Ringvorlesung des Präsidenten wendet sich gleichermaßen an ein universitäres Publikum und an die Öffentlichkeit in Stadt und Region. Die Vorlesungsreihe steht unter der wissenschaftlichen Federführung von Prof. Dr. Dr. h.c. Claus Leggewie, Inhaber der Ludwig Börne-Professur der JLU, der die Veranstaltungen auch moderiert. Von 2008 bis 2016 war er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung „Globale Umweltver-änderungen“ (WBGU) und hat an der JLU das „Panel on Planetary Thinking“ ins Leben gerufen, das die diesjährige Ringveranstaltung organisatorisch unterstützt.

Unter Pandemiebedingungen ist die Veranstaltungsreihe in diesem Wintersemester ausschließlich als Livestream zu verfolgen unter www.uni-giessen.de/ringvorlesung.

  •  Termin

25. Januar 2021 • Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber
Eine Neue Erzählung der Moderne

  • Weitere Termine

1. Februar 2021 • Prof. Dr. Uwe Schneidewind
Zukunftslabore: Städte als Suchräume für neue Zukünfte?
8. Februar 2021 • Svenja Schulze
Aus der Krise lernen: Klima- und Umweltschutz in Zeiten von Corona
Beginn jeweils 19 Uhr c. t.

  • Weitere Informationen

www.uni-giessen.de/ringvorlesung

  • Kontakt


Prof. Dr. Dr. h.c., Inhaber der Ludwig Börne-Professur der JLU
Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI)
Ludwigstraße 34, 35390 Gießen
Telefon: 0641 99-16351

Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041