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20 Jahre Universitätspartnerschaft Gießen – Kazan

 
Jubiläumsfestakt, Internationale Konferenz und Wolga-Schifffahrt: 47köpfige Delegation aus Gießen auf Einladung der Staatlichen Universität Kazan zu Gast in Tatarstan

Nr. 130 • 8. Juni 2009             

Aus Partnern sind Freunde geworden, aus vorsichtigen Kontakten sind weit verzweigte Netzwerke entstanden, auf Einzelbesuche engagierter Wissenschaftler sind regelmäßige Austauschaktivitäten im Rahmen zahlreicher Programme gefolgt: Die Partnerschaft der Justus-Liebig-Universität (JLU) mit der Staatlichen Universität Kazan (KSU), eine der renommiertesten Universitäten Russlands, besteht seit 20 Jahren. Aus Anlass dieses Jubiläums reiste eine 47köpfige Delegation vom 4. bis zum 8. Juni nach Tatarstan und folgte damit einer Einladung der KSU-Partner.

Die Gastgeber hatten sich zum feierlichen Anlass etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Im Anschluss an einen Festakt in der prunkvollen Aula im KSU-Hauptgebäude und die Eröffnung einer Fotoausstellung mit Bildern von Dr. Johann Biedermann (JLU) luden sie die Gießener Delegation ein zu einer Schifffahrt mit der „F. I. Panferov“ auf der Wolga von Kazan nach Nizhny Novgorod. Die verschiedenen Sektionen der sich anschließenden internationalen Konferenz fanden vor wunderschöner Kulisse der Wolga-Ufer auf und unter Deck statt: Im Fokus einer deutsch-russischen Standortbestimmung standen aktuelle Forschungsprojekte aus der Mikrobiologie, aus Wirtschaft, Politik und Recht, aus den Erziehungs- und Kulturwissenschaften. Die breite Themenpalette der Konferenz spiegelt die große Beteiligung an der Partnerschaft mit Kazan wider, an der sich 20 Jahre nach Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags am 16. Oktober 1989 alle Fachbereiche bzw. fast alle Fachgebiete der JLU beteiligen.

Überall präsent war während des Aufenthaltes in Kazan der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), der die internationale Konferenz in großem Stil unterstützt hat und mit seinem Ostpartnerschaftsprogramm maßgeblich dazu beiträgt, dass häufige Besuche und Gegenbesuche beider Partner möglich sind. Wichtig ist den Verantwortlichen sowohl des DAAD als auch beider Hochschulen, dass der Austausch von Studierenden gefördert wird: So besuchten seither 312 Studierende der JLU einen mehrwöchigen Russisch-Intensivsprachkurs, für 85 Teilnehmer schloss sich ein Betriebspraktikum in Russland an. Umgekehrt haben bisher 118 Studierende und Graduierte aus Kazan durch Stipendien in Gießen einen Einblick in das Alltagsleben in Deutschland erhalten. „Die Kazaner Universität ist aus unserer Sicht eine sehr teure Universität – und zwar in jeder Hinsicht“, scherzte DAAD-Vizepräsident Prof. Dr. Max Huber, der die Partnerschaft zwischen Gießen und Kazan als „vorbildlich“ bezeichnete.

Gratulationen an beide Universitäten zu einer erfolgreichen Partnerschaft überbrachten im Rahmen des Festaktes auch Prof. Dr. Albert Gilmutdinov, Minister für Bildung und Wissenschaft der Republik Tatarstan und Dr. Evgeniy Kniazev vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation. Prof. Dr. Myakzum Salakhov, Rektor der Kazaner Staatlichen Universität, betonte mit Blick auf den Bologna-Prozess, dass in Gießen und Kazan tatsächlich Grenzen zwischen Hochschulen überwunden worden seien. Mit zahlreichen Ehrungen dankten die Gastgeber den Partnern für ihr Engagement, allen voran den beiden Partnerschaftsbeauftragten Prof. Dr. Olga Ilinskaya und Prof. Dr. P. Michael Schmitz. Unter großem Beifall kündigte Prof. Salakhov eine weitere Ehrung an, die aber gemäß der Kazaner Tradition persönlich erfolgen solle: Der Senat der KSU hat am 26. März einstimmig beschlossen, Prof. Dr. Stefan Hormuth, Präsident der JLU und des DAAD, für „seinen besonderen Beitrag für die Zusammenarbeit mit der Universität Kazan“ die Ehrendoktorwürde zu verleihen.

JLU-Vizepräsident Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel überbrachte die herzlichsten Grüße von Prof. Hormuth, der aus gesundheitlichen Gründen leider nicht an den Jubiläumsfeierlichkeiten teilnehmen konnte. Kogel sagte: „Der europäische Hochschulraum wächst zusammen und definiert sich neu. In diesem Prozess ist es für uns als Hochschulen wichtiger denn je zuvor, verlässliche Partner zu haben.“ Die KSU spiele im Rahmen der Internationalisierungsstrategien der JLU eine tragende Rolle – als Teil des internationalen Netzwerks, als aktiver Partner von wissenschaftlichen Zentren der JLU (Gießener Zentrum östliches Europa (GiZo), Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) und in Zukunft auch stärker Interdisziplinäres und Biomedizinisches Forschungszentrum (IFZ und BFS), die beiden lebenswissenschaftlich ausgerichteten Zentren), im Rahmen bilateraler Mobilität sowie bei zahlreichen exzellenten Forschungsprojekten. Die wichtigste Aufgabe für die Partnerschaft bestehe darin, stetig den wissenschaftlichen Nachwuchs in die laufenden Aktivitäten einzubinden.

Die Partnerschaft der JLU mit Kazan steht auf festen Fundamenten, auf die Schritt für Schritt weiter aufgebaut wird. Ganz aktuell liegt der JLU die Bewilligung des DAAD zur Förderung des internationalen englischsprachigen Doppel-Masterprogramms „Transition Studies“ vor. Und im Rahmen der Jubiläumsaktivitäten findet im September eine sprach- und kulturwissenschaftlich ausgerichtete Summer School an der KSU statt.

  • Weitere Informationen:        

www.ksu.ru/eng/general/gen.htm

www.uni-giessen.de/slavistik/home/Institut-Partnerschaften.html

 

  • Kontakt:

Prof. Dr. P. Michael Schmitz, Partnerschaftsbeauftragter

Institut für Agrarpolitik und Marktforschung

Senckenbergstraße 3

35390 Gießen

Telefon: 0641 99-37060

Fax: 0641 99-37069

E-Mail: Michael.Schmitz@agrar.uni-giessen.de

 

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041

 

 

 

Gießener Delegation mit ihren Gastgebern aus Kazan
Gießener Delegation mit ihren Gastgebern bei der Ankunft am Wolga-Binnenhafen in Kazan