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„Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Und: Wie wir morgen leben werden“

Die Ringvorlesung des Präsidenten befasst sich im Wintersemester 2020/21 mit der Corona-Pandemie und ihren Folgen – Auftakt am 16. November mit RKI-Präsident Prof. Lothar H. Wieler – Livestream

Nr. 156  • 21. Oktober 2020

Die Corona-Krise, vom Typ »once in a century«, wird alle Menschen lange beschäftigen und hat ihr Leben schon so stark verändert wie wohl kein Ereignis seit 1945. Die Universität ist ein privilegierter Ort, über die Folgen der Pandemie tiefgreifend und in die Zukunft orientiert zu diskutieren. Das betrifft vor allem auch die Frage, wie Gesellschaften umwelt- und klimapolitisch nachhaltiger werden können – ebenfalls ein vorrangiges Reflexionsthema für die Universitäten. Die Vorlesungsreihe des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) befasst sich daher im Wintersemester 2020/21 unter dem Titel „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Und: Wie wir morgen leben werden“ mit verschiedenen Aspekten der Krise und fragt nach Perspektiven für die Zukunft. Eine Reihe herausragender Persönlichkeiten wird das große Thema interdisziplinär behandeln und zur Diskussion stellen.

„Wir befinden uns mitten in einer Pandemie, die eine tiefgreifende Zäsur für unser Leben bedeutet. In dieser Umbruchssituation liegt aber bei aller berechtigter Sorge und Verunsicherung die Chance, die Rahmenbedingungen unseres Lebens zu reflektieren und die ,Postcoronawelt‘ neu zu denken,“ sagt JLU Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Mit der Ringvorlesung wollen wir hierfür wissenschaftlich fundierte Denk- und Diskussionsanstöße liefern und eine Plattform für eine öffentliche Debatte bieten.”

Der Präsident lädt alle Interessierten herzlich ein zu der öffentlichen Veranstaltungsreihe, die längst ihren festen Platz im akademischen Kalender der JLU hat. Sie richtet sich wie gewohnt gleichermaßen an ein universitäres Publikum und an die Öffentlichkeit in Stadt und Region. Unter Pandemiebedingungen ist die Vorlesungsreihe erstmals als Livestream zu verfolgen.

Den Auftakt macht Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin, am 16. November 2020 mit seinem Vortrag „Das Robert Koch-Institut: zentraler Akteur in der Bewältigung der SARS-CoV-2-Pandemie“. Zwar ist die Pandemie keineswegs gebändigt, aber es ist an der Zeit, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen: Wie hat das Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Politik funktioniert? Wie ist die Kommunikation mit der Bevölkerung zu bewerten? Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich?

Prof. Dr. Anna-Bettina Kaiser, Co-Leiterin des Integrative Research Institute Law & Society (LSI) der Humboldt-Universität zu Berlin, widmet sich am 23. November 2020 der Fragestellung „Demokratie perdu? Wie man einen Ausnahmezustand beendet“ aus rechtswissenschaftlicher Perspektive. Ihr Vortrag fragt nach den verfassungsrechtlichen Grundlagen des ersten Ausnahmezustands in der Geschichte der Bundesrepublik.

Am 7. Dezember 2020 fragt Prof. Dr. Sighard Neckel, Professor für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel an der Universität Hamburg (früher JLU), angesichts der „Katastrophenzeit“ „Wie fundamental muss der gesellschaftliche Wandel sein?“ Die Corona-Pandemie und der nachfolgende Zusammenbruch der globalen Ökonomie, die Erderwärmung, das Artensterben und die weltweit zunehmend bedrohte Demokratie dokumentieren, dass wir längst nicht mehr in einer Zeit bloßer Krisen leben. Vielmehr haben wir offenbar eine Katastrophenzeit erreicht, in der sich verheerende Ereignisse aneinanderreihen und ein Kollaps der ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Systeme nicht unwahrscheinlich erscheint. Bleibt genügend Zeit, um Katastrophen noch abwenden zu können?

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber, ehemaliger Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), erläutert am 25. Januar 2021 die Notwendigkeit, „Eine Neue Erzählung der Moderne“ zu etablieren. Die Corona-Pandemie leuchtet zwar verschiedene dunkle bzw. prekäre Ecken der Gegenwartsgesellschaft aus, aber sie stellt selbst keine existenzielle Bedrohung der Moderne dar. Letztere wird hingegen zugrunde gehen, wenn sie nicht endlich ihren Gründungsmythos, dass der technische Fortschritt durch Erschließung unerschöpflicher Naturressourcen immerwährendes wirtschaftliches Wachstum ermöglicht, erkennt und verwirft.

Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Professor für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit an der Bergischen Universität Wuppertal, rückt am 1. Februar 2021 Städte ins Zentrum seiner Betrachtungen über „Zukunftslabore: Städte als Suchräume für neue Zukünfte?“ Die Welt befindet sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts in einem epochalen Umbruch. Wie sieht eine zukunftsfeste Welt aus, die Antworten bietet auf den Klimawandel, Pandemien und gefährdete Demokratien?

Zum Abschluss fordert Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze am 8. Februar 2021, dass wir „Aus der Krise lernen: Klima- und Umweltschutz in Zeiten von Corona“, und appelliert an die Weltgemeinschaft, in Zeiten der Pandemie den Klimaschutz nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Weltgemeinschaft braucht Solidarität und einen fairen Interessenausgleich.

Die Vorlesungsreihe im Wintersemester 2020/21 hat der Politologe Prof. Dr. Dr. h.c. Claus Leggewie, Inhaber der Ludwig Börne-Professur der JLU, konzipiert. Die diesjährige Reihe wird mit Unterstützung des von ihm ins Leben gerufenen „Panel on Planetary Thinking“ organisiert.


  • Termine

16. November 2020 • Prof. Dr. Lothar H. Wieler
Präsident des Robert Koch-Instituts, Berlin
Das Robert Koch-Institut: zentraler Akteur in der Bewältigung der SARS-CoV-2-Pandemie

23. November 2020 • Prof. Dr. Anna-Bettina Kaiser, LL.M.
Demokratie perdu? Wie man einen Ausnahmezustand beendet

7. Dezember 2020 • Prof. Dr. Sighard Neckel
Katastrophenzeit – Wie fundamental muss der gesellschaftliche Wandel sein?

25. Januar 2021 • Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber
Eine Neue Erzählung der Moderne

Montag, 1. Februar 2021 • Prof. Dr. Uwe Schneidewind
Zukunftslabore: Städte als Suchräume für neue Zukünfte?

Montag, 8. Februar 2021 • Svenja Schulze
Aus der Krise lernen: Klima- und Umweltschutz in Zeiten von Corona

Beginn jeweils 19 Uhr c. t.


  • Weitere Informationen

Livestream:  www.uni-giessen.de/ringvorlesung


  • Kontakt



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