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Hans Sarkowicz erhält Ehrendoktorwürde der JLU

Fachbereich 05 – Sprache, Literatur, Kultur der Universität Gießen ehrt den Programmchef hr2-kultur im Rahmen der Tagung „Deutschsprachiger Rundfunk im Exil“

Nr. 22 • 16. Februar 2022

Hans Sarkowicz - Porträt
Hans SarkowiczFoto: hr / Sebastian Reimold
Kultur schaffen und vermitteln: Hans Sarkowicz schlägt die Brücke von der Theorie zur Praxis. Für sein facettenreiches Werk und sein herausragendes Engagement für Kunst und Literatur verleiht der Fachbereich 05 – Sprache, Literatur, Kultur der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) dem Programmchef hr2-kultur die Ehrendoktorwürde. Die Verleihung erfolgt im Rahmen der Tagung „Deutschsprachiger Rundfunk im Exil – Deutsche Emigrantinnen und Emigranten und die Rundfunkarbeit im Widerstand gegen das nationalsozialistische Deutschland (1933–1945)“, die vom 17. bis 19. Februar 2022 an der JLU stattfindet. Die internationale Tagung wird von den Gießener Germanisten Prof. Dr. Carsten Gansel und Prof. Dr. Sascha Feuchert, Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur, in Verbindung mit Prof. Dr. Roland Innerhofer, Wien, und Hans Sarkowicz, hr Frankfurt, veranstaltet.

„Hans Sarkowicz ist nicht nur in seiner Rolle als Verantwortlicher Leiter des Programmbereichs Kultur und Hörspiel sowie als Programmchef hr2-kultur und Ressortleiter des Tagesprogramms hr2-kultur einer der wichtigsten Förderer von Kunst und Literatur im öffentlichen Rundfunk“, heißt es in der Begründung des Fachbereichs 05. Er habe seit Jahrzehnten als Forscher auch die literarische Praxis bereichert und sein Wissen an die Studierenden weitergegeben. Sein Werk zeichne sich dadurch aus, dass es sich im besten Sinne um „Literatur für Leserinnen und Leser“ handelt. Darüber hinaus habe Sarkowicz über Jahrzehnte hinweg durch seine gründliche Archiv- und Quellenarbeit mit dazu beigetragen „weiße Flecken“ der philologischen Forschung zu füllen, ergänzt Prof. Dr. Gansel als Mitveranstalter der Tagung, der auch die Laudatio halten wird.

Hans Sarkowicz

Hans Sarkowicz, Jahrgang 1955, schloss sein Studium der Germanistik, Geschichte und Pädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt 1979 mit dem Ersten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. Seit dem 1. Dezember 1979 ist er beim Hessischen Rundfunk in verschiedenen Positionen tätig, derzeit als Programmchef von hr2-kultur, der Hörfunk-Kulturwelle des hr sowie Leiter des Ressorts Literatur und Hörspiel. Er ist Initiator der Hörbuch-Bestenliste und des Preises „Hörbuch des Jahres“. Mit Heiner Boehncke gründete er „Literaturland Hessen“ als einen überregionalen Verbund von Literaturinstitutionen im Bundesland. Sarkowicz ist Geschäftsführer der hr-Verwertungstochter hr Media und Ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zuhören unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und JLU-Alumnus Dr. Frank-Walter Steinmeier, die 2002 von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Landesmedienanstalten und der Firma Sennheiser gegründet wurde, um die Kulturtechnik des Zuhörens in Kindertagesstätten, Schulen und Bildungseinrichtungen für Erwachsene zu fördern.

Seit dem Jahr 2004 hat Sarkowicz verschiedene Lehraufträge an den Universitäten in Frankfurt, Gießen und Marburg mit dem Schwerpunkt literarische Praxis übernommen. Seine umfangreiche Publikationsliste umfasst neben Buchveröffentlichungen zu historischen, kulturgeschichtlichen und politischen Themen und Biographien (u.a. über Erich Kästner und Heinz Rühmann) zahlreiche Aufsätze und Hörbücher.

Sarkowicz ist Mitglied im Beirat für den Hessischen Kulturpreis, Juror beim Grimmelshausen-Preis, beim Thüringer Literaturpreis, beim Luise-Büchner-Preis für Publizistik und beim Hessischen Verlagspreis. Er selbst wurde für sein Werk und sein kulturelles Engagement vielfach geehrt: u. a. mit dem Schneider-Preis, der Auszeichnung „Hessen-Buch des Jahres“ (zweimal) und dem Hörbuchpreis (zweimal). Sarkowicz ist Träger des Hessischen Verdienstordens und des Bundesverdienstkreuzes, das ihm 2020 verliehen wurde.

Tagung „Deutschsprachiger Rundfunk im Exil“

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten gingen zahlreiche Intellektuelle, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Kulturschaffende ins Exil, die sich als politische Gegner verstanden oder auf Grund der nationalsozialistischen Repressions- und Rassenpolitik verfolgt wurden. Unter ihnen waren bekannte Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Heinrich und Thomas Mann, Bertolt Brecht, Anna Seghers, Elias Canetti, Alfred Döblin, Hilde Domin, Lion Feuchtwanger, Bruno Frank, Egon Erwin Kisch, Annette Kolb, Fritz Erpenbeck oder Arnold Zweig. Zusammen mit anderen Emigranten schrieben und gestalteten sie deutschsprachige Rundfunkprogramme zunächst in Frankreich, Spanien und der Sowjetunion, später, kurz vor und während des Zweiten Weltkriegs, auch in Großbritannien und den USA. Die Alliierten entwickelten während des Zweiten Weltkriegs ein komplexes Netz von offiziellen und „schwarzen“, also getarnten Sendern für Hörerinnen und Hörer in Deutschland. Zahlreiche der an der Rundfunkarbeit Beteiligte kehrten nach Kriegsende mit den alliierten Besatzungstruppen nach Deutschland zurück und engagierten sich beim Aufbau des Mediensystems in den verschiedenen Besatzungszonen und nach Gründung der beiden deutschen Staaten in der Bundesrepublik und der DDR.


In der Forschung besteht bis heute eine große Lücke; zentrale Aspekte der Rundfunkarbeit im Exil sind nach wie vor nicht in den Fokus der Darstellung gerückt worden. Diesem Umstand trägt die Tagung Rechnung, in der offene Fragen diskutiert werden sollen.


Die Tagung wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.


  • Termin

Tagung „Deutschsprachiger Rundfunk im Exil“ vom 17. bis 19. Februar 2022
Eröffnung am 17. Februar 2022 um 14.00 Uhr im Senatsaal, Universitätshauptgebäude, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen
Abschluss am 19. Februar 2022 gegen 13.00 Uhr
Verleihung der Ehrendoktorwürde, 17. Februar, ab 18.15 Uhr


  • Weitere Informationen

Tagungsprogramm: https://www.uni-giessen.de/fbz/fb05/germanistik/abliteratur/glm/uber-uns/wimi/carsten-gansel/Deutschsprachiger_Rundfunk_im_Exil.pdf



  • Kontakt


Institut für Germanistik der JLU Gießen
Otto-Behaghel-Straße 10B, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-29145 (29121)
        



Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041





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