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Unsterbliche Musik und tödliche Blutvergiftung

 
Über den Sepsistod berühmter Komponisten spricht der Biochemiker Ernst Th. Rietschel bei der ersten Veranstaltung im Rahmen der Vorlesungsreihe des Präsidenten „Die großen Seuchen“ am 1. November 2010

Nr. 252 • 27. Oktober 2010


Mit einem musikalisch untermalten Vortrag des Biochemikers Ernst Th. Rietschel zum Thema „Unsterbliche Musik und tödliche Blutvergiftung. Der Sepsistod berühmter Komponisten“ beginnt die Vorlesungsreihe des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) am Montag, 1. November 2010. Bis vor etwa fünfzig Jahren waren bakterielle Infektionen eine Haupttodesursache – auch bei zahlreichen Komponisten, die oft in jungen Jahren verstarben. Ihre Musik ist unvergänglich, aber sie selbst waren es nicht – ganz im Gegenteil. Der Vortrag ist ein Streifzug durch dramatisch-tödlich verlaufende Infektionskrankheiten bedeutender Musiker der vergangenen Jahrhunderte. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Th. Rietschel war langjähriger Direktor am Forschungszentrum Borstel, Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften, und Professor für Immunchemie und Biochemische Mikrobiologie an der Universität Lübeck. In den Jahren 2005 bis 2010 war er Präsident der Leibniz-Gemeinschaft. Für seine Forschungsarbeit erhielt er zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz.

Die Vorlesungsreihe „Die großen Seuchen“ nimmt in diesem Wintersemester bedeutende Seuchen vergangener und moderner Zeiten in den Blick. Was können wir aus ihrer Entstehung, Verbreitung und Bekämpfung lernen? Weshalb geraten Infektionserreger auch heute noch außer Kontrolle? Welche Beziehung gibt es zwischen Infektionen und Krebsentstehung? Welchen Einfluss haben globale Veränderungen auf die Verbreitung von Infektionskrankheiten? Mit diesen und anderen Fragen setzen sich international renommierte Fachleute verschiedener Wissenschaftsdisziplinen in ihren Vorträgen auseinander.

Die Ringvorlesung wendet sich gleichermaßen an ein universitäres Publikum und an die Öffentlichkeit in Stadt und Region. Beginn ist jeweils um 19.15 Uhr in der Aula im Universitätshauptgebäude (Ludwigstraße 23, 35390 Gießen). Der Eintritt ist frei.

  • Termin:

Montag, 1. November 2010 • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Th. Rietschel
Ehemaliger Präsident der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (Leibniz-Gemeinschaft) e.V., Berlin
„Unsterbliche Musik und tödliche Blutvergiftung. Der Sepsistod berühmter Komponisten“ – ein musikalisch untermalter Vortrag

Weitere Termine und Referenten der Ringvorlesung im Überblick:

Montag, 15. November 2010 • Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Jürgen Heesemann
Direktor des Max von Pettenkofer-Instituts für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie, München
„Die besiegte Pest und was von ihr übrig blieb“

Montag, 6. Dezember 2010 • Prof. Dr. Christian Drosten
Direktor des Instituts für Virologie, Universitätsklinikum der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
„Virusökologie – Lassen sich Epidemien vorhersagen?“

Montag, 20. Dezember 2010 • Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Harald zur Hausen
Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Harald zur Hausen (Virologe am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg)
„Die Suche nach infektiösen Krebsursachen“

Montag, 10. Januar 2011 • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker
Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften
„Infektionsforschung – 100 Jahre nach Robert Koch“

Montag, 24. Januar 2011 • Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan H. E. Kaufmann
Direktor des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie Berlin
„Seuchen: Empfundene und reale Bedrohungen“

Zeit: Die Vorträge beginnen jeweils um 19.15 Uhr.
Ort: Aula im Universitätshauptgebäude, Ludwigstraße 23, 39390 Gießen

  • Kontakt:

Heike Siebert, Persönliche Referentin des Präsidenten
Telefon: 0641 99-12005

 

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon: 0641 99-12041