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„Was können wir aus den Finanzkrisen der Geschichte lernen?“

 
Die Mainzer Ökonomin Prof. Dr. Isabel Schnabel setzt am 16. November 2009 die Ringvorlesung des Präsidenten fort

Nr. 269  • 13. November 2009

Das Interesse ist groß an der aktuellen Ringvorlesung des Präsidenten „Ökonomie der Krise. Krise der Ökonomie?“: Beim Start in der vergangenen Woche analysierte der Bonner Ökonom Martin Hellwig in einer voll besetzen Aula die Ursachen der Finanzkrise, die Auslöser der gegenwärtigen Wirtschaftskrise war. Im nächsten Vortrag der Reihe wendet sich Prof. Dr. Isabel Schnabel am 16. November 2009 nun der Geschichte zu: Sie wird diskutieren, welche Lehren aus den Finanzkrisen der Geschichte gezogen wurden und inwiefern diese Lehren durch die aktuellen Ereignisse in Frage gestellt werden müssen. Neben weithin bekannten Krisen wie der deutschen Bankenkrise von 1931 wird sie auch auf fast vergessene Krisen eingehen, die verblüffende Ähnlichkeiten mit der heutigen Situation aufweisen. Isabel Schnabel ist Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Financial Economics an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und Research Affiliate am MPI zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn. Nach ihrer Promotion bei Martin Hellwig führte ihre akademische Laufbahn über Mannheim und Harvard an die Johannes-Gutenberg-Universität.

Insgesamt sechs international renommierte Fachleute aus den Wirtschaftswissenschaften, der Psychologie und der Philosophie werden sich in ihren Vorträgen bis Februar 2010 mit den großen Fragen auseinandersetzen, die durch die Krise aufgeworfen wurden: Vom Mechanismus der Krise über die Wirtschaftsgeschichte bis zur Neuordnung des Finanzsystems, von den ethischen Fragen bis zu den Grundlagenfragen der Ökonomie werden sie die wichtigsten Aspekte der Krise beleuchten.

Die Ringvorlesungen des Präsidenten wenden sich gleichermaßen an ein universitäres Publikum und an die Öffentlichkeit in Stadt und Region. Die Vorlesungsreihe wird in diesem Semester in Kooperation mit Prof. Dr. Max Albert, Professor für Verhaltens- und Institutionenökonomik der Justus-Liebig-Universität, durchgeführt.

Mit der aktuellen Ringvorlesung wird das erfolgreiche Format fortgesetzt, das in den letzten Jahren mit der zweisemestrigen Vorlesungsreihe zum „Globalen Wandel“ sowie der Reihe „Die Zukunft des Gehirns“ großen Zuspruch fand.

  • Weitere Termine und Referenten der Ringvorlesung im Überblick:


30. November 2009  • Prof. Dr. Hartmut Kliemt
Professor für Philosophie und Ökonomik an der Frankfurt School of Finance & Management
„Die Moral der Krise“

14. Dezember 2009  • Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen
Professor für Kreditwirtschaft und Finanzierung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
„Neue Finanzmarktordnung im Spannungsfeld von Krisenmanagement und Krisenprävention“

18. Januar 2010  • Prof. Dr. Fritz Strack
Professor für Sozialpsychologie an der Universität Würzburg
„Rationale Akteure, verrückte Märkte? Die Defizite der ökonomischen Theorie bei der Erklärung menschlichen Verhaltens“

1. Februar 2010  • Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker
Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn; em. Direktor des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln
„Krise in der Ökonomik? Zum Verhältnis von Ökonomik, Hirnforschung und Psychologie“

Alle Vorträge finden in der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen statt (Ludwigstraße 23, 35390 Gießen). Beginn ist jeweils 19 Uhr c.t. Der Eintritt ist frei.

  • Kontakt:

Prof. Dr. Katja Becker, JLU-Vizepräsidentin
Ludwigstraße 23, 35390 Gießen
Telefon: 0641 99-12020, Fax: 0641 99-12029

Prof. Dr. Max Albert, Professur für Verhaltens- und Institutionenökonomik
Licher Straße 66, 35394 Giessen
Telefon: 0641 99-22200

Andreas Schulte M.A., Dipl.-Journ., Persönlicher Referent
Telefon: 0641 99-12005, Fax: 0641 99-12009

 

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041