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Chancen und Risiken in der Welt von morgen

 
„Schwellenländer – Supermächte“: Auftakt der Ringvorlesung des Präsidenten am 31. Oktober 2011 mit Heidemarie Wieczorek-Zeul, MdB – „Thema von äußerster Brisanz“

Nr. 273 • 17. Oktober 2011


Die Welt verändert sich schwindelerregend schnell. Das betrifft alle Bereiche des Lebens, aber auch die politische, wirtschaftliche und ökologische Landkarte der Erde. Aus Entwicklungsländern werden Supermächte, der Einfluss der einstigen Großmächte schwindet. Diesem hochaktuellen Themenkomplex widmet sich die neue Ringvorlesung des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität Gießen „Schwellenländer – Supermächte: Risiken und Chancen in einer globalisierten Welt“. Ab 31. Oktober 2011 geht es darin unter anderem um Fragen der gerechten Verteilung von Ressourcen wie Land, Wasser und Bildung. Wie in den vorangegangenen Jahren richtet sich auch diese Ringvorlesung sowohl an ein universitäres Publikum als auch an die Öffentlichkeit in Stadt und Region.

Prof. Dr. Hans-Georg Frede vom Institut für Ressourcenmanagement ist verantwortlich für die wissenschaftliche Ausgestaltung der Reihe. „Das gewählte Thema ist von äußerster Brisanz. Die weltweite Verschiebung von politischer und wirtschaftlicher Macht, sowie der Gebrauch und der Verbrauch von Ressourcen betreffen jeden von uns“, betonte er bei der offiziellen Vorstellung der Ringvorlesung am Montag. „Wir müssen uns nahezu täglich fragen, ob wir bei diesen Prozessen nur noch Zuschauer auf der Weltbühne sind, oder ob wir sie beeinflussen können.“ JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee zeigte sich erfreut über die zahlreichen Experten aus Wissenschaft und Politik, die für die Vortragsreihe gewonnen werden konnten. „Ich bin überzeugt, dass die Ringvorlesung abermals einen ausgesprochen vielseitigen, vielleicht auch zu mancher Diskussion und Kontroverse Anlass gebenden Blick auf ein Thema bieten wird, das uns alle umtreibt: Wie sieht die Verteilung von Ressourcen und damit von Chancen und Risiken in der Welt von morgen aus – und was bedeutet dies für uns?“

Den Anfang macht am 31. Oktober die ehemalige Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, MdB, mit ihrem Vortrag „Armut und Hunger bekämpfen – Land Grabbing verhindern“. Darin geht es um Strategien, wie die Produktion von Agrarkraftstoffen zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion sowie der Verkauf ganzer Landflächen afrikanischer Länder an Schwellenländer verhindert werden könnten. Mit dem Vortrag „Wasser – Ein Schlüssel für nachhaltige Entwicklung“ schließt sich der Wasserexperte Prof. Dr. Stefan Uhlenbrook vom UNESCO-IHE-Institute for Water Education und der Technischen Universität in Delft, Niederlande, am 21. November an. Er geht der Frage nach, was notwendig ist, um weltweit die Wasser- und Umweltressourcen nachhaltig zu bewirtschaften.

Nicht nur Wasser und Nahrungsmittel sind weltweit knapp, auch Wissen und Bildung sind nachgefragte Güter. Darüber spricht die DAAD-Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland am 5. Dezember in ihrem Vortrag „Brain Drain oder Brain Circulation: Schwellen- und Entwicklungsländer im internationalen Wettbewerb.“ Der Epidemiologe Prof. Dr. Marcel Tanner vom Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut sowie der Universität Basel beschäftigt sich am 12. Dezember in seinem Vortrag „Die vernachlässigten Krankheiten und Krankheiten der Armut – Herausforderungen und Chancen“ mit der Bekämpfung von Krankheiten wie Aids, Tuberkulose, Malaria sowie den vernachlässigten Tropenkrankheiten.

Die wirtschaftliche Seite der Thematik – die derzeitige Schwäche der westlichen Industrienationen und der stetige Aufschwung der Schwellenländer – beleuchtet am 16. Januar Prof. Dr. Ulrich Hiemenz, Senior Fellow am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. Er fragt „Stehen wir an der Schwelle einer neuen Weltwirtschaftsordnung?“ Den Abschluss der Reihe bildet am 30. Januar der Vortrag: „Tektonische Machtverschiebungen in Weltwirtschaft und Weltpolitik“, in dem Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, die Möglichkeit der Entstehung einer „post-westlichen Weltordnung“ beschreibt.

  • Termine

31. Oktober 2011 bis 20. Januar 2012, jeweils um 19.15 Uhr in der Aula der Justus-Liebig-Universität, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen

Der Eintritt ist frei.

  • Kontakt:

Prof. Dr. Hans-Georg Frede
Institut für Ressourcenmanagement
Heinrich-Buff-Ring 26, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-37380, Fax: 0641 99-37398

Herausgegeben von der Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041