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JLU-Präsidium gesprächs- und diskussionsbereit

 
Vizepräsident Prof. Mukherjee signalisiert Verständnis für die streikenden Studierenden und sieht Anregungen und Forderungen der Studierenden als zentral an – „Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses ist dringlich“

Nr. 274 • 20. November  2009

Seit Beginn der Woche beteiligen sich auch Studierende der Justus-Liebig-Universität (JLU) mit Gebäudebesetzungen und Demonstrationen an dem bundesweiten Bildungsstreik. Am Donnerstagabend gab es ein kurzes Treffen mit Vertretern der Streikenden, an dem neben dem Ersten Vizepräsidenten Prof. Dr. Joybrato Mukherjee auch der Kanzler Dr. Michael Breitbach und die Dekanin des am stärksten von den Besetzungen betroffenen Fachbereichs 03, Prof. Dr. Jutta Ecarius, teilnahmen. Das Präsidium der JLU betont nach wie vor sein Verständnis für viele bildungs- und hochschulpolitische Forderungen der Studierenden sowie seine Bereitschaft zu weiteren Gesprächen mit den Studierenden – insbesondere im Hinblick auf die zügige und umfassende Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses an der JLU.

Wie bei der Vollversammlung am Mittwochabend im Audimax weist Prof. Mukherjee darauf hin, dass das Präsidium nicht erst in dieser Woche auf Missstände bei den modularisierten Studiengängen aufmerksam wurde. „Wir sind bei der Umstellung auf das Bachelor-/Master-System an manchen Stellen über das Ziel hinausgeschossen“, räumt er – wie bereits mehrfach in den vergangenen Monaten, etwa im Kontext der Präsidentschaftswahl im Juli 2009 – ein. Deshalb ist die Leitung der JLU seit einem Jahr im Gespräch mit den Fachbereichen und Fachschaften: „Wir wollen gemeinsam Freiheiten in Studium und Lehre zurückerobern“, erklärt Prof. Mukherjee. Zahlreiche Maßnahmen seien bereits in einem ersten „Weiterentwicklungspaket“ in den vergangenen Monaten durch die Gremien gebracht worden. Sie werden unter anderem in vielen Studiengängen die Anzahl der Prüfungen und der zu benotenden Module deutlich absenken.

Unabhängig davon hält das Präsidium daran fest, dass die eigentliche Kernidee des Bologna-Prozesses – unter anderem planbare Lerninhalte und international vergleichbare Abschlüsse – richtig ist. Es gilt nun, selbstkritisch, ergebnisoffen und unter Einbeziehung der Erfahrungen der Studierenden und Lehrenden die Ausgestaltung der neuen Studiengänge zu verbessern. In diesem Zusammenhang warnt Prof. Mukherjee allerdings davor, die alten Diplom- und Magisterstudiengänge zu glorifizieren: „Wir haben damals viele Studierende auf dem Weg verloren, und die Abschlussnote hing einzig von wenigen Examensprüfungen am Ende des Studiums ab“, betont er. Alle seien – wie so oft an einer Universität – aufgefordert, die Dinge differenziert zu betrachten: „Schwarz-Weiß-Malerei hilft leider nicht weiter.“

In einem Rundschreiben hat Prof. Mukherjee am Donnerstag alle Lehrenden darum gebeten, Studierenden, die für die Dauer der Streiks Lehrveranstaltungen nicht besuchen, keine Nachteile hieraus erwachsen zu lassen. Den Vertretern der Streikenden sicherte das Präsidium außerdem zu, sich in denjenigen Einzelfällen, in denen dieser Bitte nicht nachgekommen wird, um eine Lösung im direkten Gespräch mit den Lehrenden zu bemühen.

 

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041