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Internationales Seminar „Konfliktanalyse und Konfliktprävention“

 
Mit internationalen Experten für Friedens- und Konfliktforschung sowie Studierenden der JLU und der Partneruniversitäten in Zentralasien, Südkaukasus, Moldau und Russland

Nr. 275 • 20. November 2009

Von den 349 Konflikten, die das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) im Jahr 2008 zählte, blieb die Mehrzahl (211) unterhalb der Gewaltschwelle. Auch diese Konflikte haben aber das Potential, sich zu gewalttätigen Krisen bis hin zum Krieg zu auszuweiten. Wie kann man verhindern, dass sie eskalieren? Welche Voraussetzungen sind notwendig, um eine Kultur der Konfliktprävention und des gewaltfreien Konfliktaustrags zu etablieren? Mit diesen Kernfragen befassen sich ab dem heutigen Freitag Gießener Studierende gemeinsam mit Studierenden aus Georgien, Kirgistan, Moldau und Russland im Rahmen des zehntägigen, englischsprachigen Seminars „Conflict Analysis and Conflict Prevention“.

Die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und vom Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa und von Gießener Hochschulgesellschaft (GHG) finanzierte Veranstaltung ist deutschlandweit bislang einzigartig und wurde von Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach (Institut für Politikwissenschaften) in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) konzipiert und vorbereitet. Als Referenten wurden Gudrun Kramer und Wilfried Graf (Institut für Integrative Konflikttransformation und Friedenskonsolidierung) gewonnen. Beide verfügen über einen großen Erfahrungsschatz als Mediatoren, da sie in zahlreichen Konfliktherden bereits tätig waren (Sri Lanka, Zentralasien, Israel, Palästina). In ihrer Forschung durchleuchten sie die kulturellen Aspekte von Konflikten und entwerfen Dialogprozesse zur Unterstützung internationaler Friedensprozesse.

Der Referent Uli Jäger (Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V., IFT) wird die Wanderausstellung des vom Auswärtigen Amt geförderten Peace Counts Projects mitbringen. Diese Ausstellung hat den IFT-Dozenten häufig auf seiner „weltweiten Expedition zum Frieden“ begleitet, wenn er mit lokalen, friedensstiftenden Partnern zusammengearbeitet und multimedialen, friedenspädagogische Workshops durchgeführt hat..

Das Anliegen der Seminarleiterin Prof. Dr. Birckenbach gilt der interdisziplinären Erforschung von Konfliktprävention. Zusammen mit Dr. Mara Ustinova (Institut für Ethnologie und Anthropologie der Akademie der Wissenschaften in Moskau) wird sie mit den Studierenden über die Ansätze, Erfahrungen und Probleme bei der Umsetzung dieser großen Idee der Vereinten Nationen sowie über die Aufgaben der Akademiker in diesem Prozess diskutieren und die methodischen Grundlagen zur Analyse und Transformation von Konflikten darstellen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen hauptsächlich aus der Politikwissenschaft und der Soziologie, aber auch aus anderen Disziplinen wie Psychologie, Jura, Journalistik und Osteuropastudien. Sie sollen Konzepte und Instrumente der Konfliktbewältigung und Konfliktprävention anwendungsorientiert durchdenken, einen Dialog über die Konflikte in den Herkunftsländern der ausländischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, insbesondere im Südkaukasus,  führen, und sich über Grundlagen einer konstruktiven Konfliktbearbeitung verständigen. Die Gießener Studierenden werden ihre Arbeiten zum internationalen Konflikt-Monitoring vorstellen und die Ergebnisse im kritischen Dialog reflektieren. Den internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bietet  das Seminar neben wissenschaftlicher Weiterbildung zusätzlich einen geschützten Dialograum, der es ihnen ermöglichen soll, im räumlichen Abstand das Konfliktgeschehen in ihrer Heimat zu reflektieren.

  • Weitere Informationen:

www.uni-giessen.de/zeu/cpseminar

  • Kontakt:

Dr. Matthias Höher
Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU),
Senckenbergstraße 3, 35390 Gießen
Telefon 0641 99-12700

 

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041