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Reisen in die Unterwelt noch bis Ende März möglich

Sonderausstellung in der Antikensammlung der JLU zu antiken Unterweltskonzepten und ihrer Rezeption bis zum 29. März 2020 verlängert

Nr. 28 • 13. Februar 2020

Wer bislang nicht in die Unterwelt gereist ist, hat noch bis Ende März Gelegenheit dazu: Wegen der großen Nachfrage verlängert die Antikensammlung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ihre Sonderausstellung „Reisen in die Unterwelt – Antike Unterweltskonzepte und ihre Rezeption“ bis zum 29. März 2020. Die Pforten zur Unterwelt im Wallenfels’schen Haus (Kirchenplatz 6, 35390 Gießen) sind dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

In der Sonderausstellung werden antike Unterweltsvorstellungen in Bilderwelt, Mythos und Literatur und deren Rezeption vom Mittelalter bis heute erkundet. Im Fokus steht dabei die Katabasis, die Reise in die Unterwelt. Die Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in die Bestattungssitten und Jenseitsvorstellungen unterschiedlicher antiker Kulturen. Wie sah eine antike Gräberstraße aus und welche Rolle spielte das Andenken an die Toten für die Hinterbliebenen? Die Unterwelt der antiken Mythologie ist ein Ort voller Gefahren und längst nicht jedem ist es vergönnt, in den Gefilden der Seligen ein glückliches Dasein zu führen. Wie gelangt man in die Unterwelt und welches Schicksal erwartet die Verstorbenen dort? Welche Götter, aber auch Monster erwarten denjenigen, der sich in die Unterwelt wagt?

Zugleich blickt die Ausstellung auf das Nachwirken antiker Gestalten und Erzählungen. Bringt das Christentum im Mittelalter eine völlig neue religiöse Idee der Verdammten und der Hölle? Manch antiker Stoff wird über die Jahrhunderte hinweg immer wieder neu und anders in bildender Kunst und Dichtung interpretiert. Und manch antiker Unterweltsbewohner begleitet unsere Vorstellungen bis heute.

Die Sonderausstellung wurde von Dr. Michaela Stark, Kustodin der Gießener Antikensammlung und Carolin Rinn, Mitarbeiterin am Instituts für Kunstgeschichte der JLU, gemeinsam kuratiert. An der Konzeption, die im Rahmen einer interdisziplinären Lehrveranstaltung entwickelt wurde, waren Studierende der Klassischen Archäologie, der Kunstgeschichte, der Theaterwissenschaften, der Geografie, der Anglistik und der Germanistik beteiligt.

Die Ausstellung wird bereichert durch Leihgaben der Abguss-Sammlung der Philipps-Universität Marburg, des Oberhessischen Museums, der Professur für Klassische Philologie der JLU und der hessenARCHÄOLOGIE. Zudem werden zwei Werke der modernen Künstler Florian Fischer und Mathias Kunzler in der Ausstellung gezeigt.

Im Begleitkatalog werden bekannte Unterweltsreisen aus Epos und Mythologie exemplarisch anhand von Objekten der Antikensammlung der JLU sowie ausgewählter Leihgaben vorgestellt.

Auch unerschrockene Kinder und Jugendliche können sich gemeinsam mit dem Götterboten Hermes auf eine Reise in die Unterwelt wagen. Hierfür hat der Künstler und Illustrator Mathias Kunzler eigens für die Ausstellung einen Comic gezeichnet.

Die Antikensammlung bietet auf Anfrage Gästeführungen für Kinder, Erwachsene und Schulklassen an. Die Führungen sind kostenfrei, eine Spende für den Förderverein „Freunde der Gießener Antikensammlung e.V.“ ist jedoch möglich. Anfragen können an die Kustodin der Antikensammlung Dr. Michaela Stark gerichtet werden (michaela.stark@archaeologie.uni-giessen.de, Telefon 0641 99-28052).

  • Termin

Sonderausstellung „Reisen in die Unterwelt – Antike Unterweltskonzepte und ihre Rezeption“ verlängert bis Sonntag, 29. März 2020, dienstags bis sonntags, 10 bis 16 Uhr

Antikensammlung der JLU, Wallenfels’sches Haus, Kirchenplatz 6, 35390 Gießen

  • Weitere Informationen

www.uni-giessen.de/fbz/fb04/institute/altertum/klassarch/antikensammlung

  • Kontakt



Antikensammlung
Institut für Altertumswissenschaften / Klassische Archäologie
Telefon: 0641 99-28052

Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041



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