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Erste Ausbaustufe Philosophikum: Siegerentwürfe für zwei Neubauten gekürt

„Campus der Zukunft“: Die Umgestaltung des Philosophikums nimmt mit den Neubauten des Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften und der Universitätsbibliothek weiter Form an – Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse bis zum 14. April 2016

Nr. 41 • 30. März 2016

 

Modell UB
Anschauliche Erklärungen am Modell: So könnte der ,Campus der Zukunft' mit dem neuen UB-Gebäude einmal aussehen. (v.l.n.r.) Dr. Peter Reuter, Björn Werner und Architekt Max Dudler, beide Berlin, Staatssekretär Ingmar Jung (HMWK) und JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee. Foto: Rolf Wegst
Der Masterplan für das Philosophikum der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) wird tatkräftig umgesetzt: Von den fünf Gebäuden der ersten Ausbaustufe wird das Seminargebäude II im Sommersemester 2016 bezugsfertig sein, für zwei weitere – das Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften und die Universitätsbibliothek – sind nun die Realisierungswettbewerbe entschieden worden. Heute wurden die Siegerentwürfe im Beisein des Staatssekretärs im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ingmar Jung, vorgestellt und eine Ausstellung mit den Wettbewerbsergebnissen für beide Bauten eröffnet. Die Ausstellung in der Aula im JLU-Hauptgebäude (Ludwigstraße 23, 35390 Gießen) ist bis zum 14. April 2016 montags bis freitags, jeweils von 9 bis 18 Uhr, zu sehen.

Staatssekretär Ingmar Jung sagte: „Ich freue mich, dass die Entwicklung des Philosophikums jetzt konkret wird. Die beiden Entwürfe sind ein gutes Beispiel für das Engagement der hessischen Landesregierung im Hochschulbau: Derzeit investieren wir jährlich über 200 Millionen Euro in die bauliche Entwicklung unserer hessischen Hochschulen. Der Justus-Liebig-Universität stehen dafür allein rund 535 Millionen Euro zur Verfügung – und ab 2021 kommen mit der Fortführung unseres HEUREKA-Programms weitere 110 Millionen Euro dazu. Damit schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen in finanziell schwierigen Zeiten.“

Neubau Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften

Neubau Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften
Siegerentwurf für den Neubau des Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften von Meurer Generalplaner GmbH, Frankfurt a. M., mit a+a, architecture et aménagement s. a., Luxemburg.
Beim Wettbewerb zum Neubau Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften wurde die Arbeit der Meurer Generalplaner GmbH, Frankfurt a. M., mit a+a, architecture et aménagement s. a., Luxemburg, am 2. März 2016 von der Jury unter Vorsitz der Kölner Architektin Prof. Dörte Gatermann mit dem 1. Preis ausgezeichnet. An dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb mit einem städtebaulichen Ideenteil hatten sich nach einer ersten Vorauswahl 19 Architekturbüros beteiligt.

Mit dem geplanten Neubau auf dem Campus Kultur- und Geisteswissenschaften (Campusbereich Philosophikum) erhalten das im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder geförderte International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) sowie das im Jahr 2001 gegründete Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften (GGK) eine neue Wirkungsstätte. Das GCSC und das GGK haben sich als herausragende Einrichtungen für kulturelle Spitzenforschung etabliert und tragen maßgeblich zum Profilbereich Kulturwissenschaften der JLU bei. Beide Graduiertenzentren bieten optimale Bedingungen für Promovierende der Kulturwissenschaften. Als Orte exzellenter Nachwuchsförderung kommen sowohl dem GCSC als auch dem GGK eine wichtige Bedeutung in der mittel- und langfristigen strategischen Entwicklungsplanung der JLU zu.

Der Arbeitsgemeinschaft Meurer Generalplaner GmbH, Frankfurt a. M., mit a+a, architecture et aménagement s. a., Luxemburg, ist es nach Auffassung des Preisgerichts mit seinem Siegerbeitrag auf hervorragende Weise gelungen, die Anforderungen der Auslobung und des vorliegenden Masterplans in eine nachhaltige, energieeffiziente und ästhetisch anspruchsvolle Architektur zu übersetzen. Die Erwartungen der Nutzerinnen und Nutzer an ein Gebäude für konzentrierte Forschungstätigkeit, interdisziplinären Austausch und besondere Zonen für Begegnung und kreatives Arbeiten sind auf eine lebendige Weise umgesetzt. Entstehen soll eine für die geisteswissenschaftliche Forschungstätigkeit neuartige Raumstruktur. Mit der Realisierung dieses Neubaus kann ein besonderer Beitrag zur Entwicklung des Campuslebens am Standort Philosophikum geleistet werden, so das positive Fazit der Jury. Die Arbeit des Wettbewerbssiegers modifiziere in positiver Weise die im Masterplan vorgeschlagene Disposition der Baukörper. Die Stellung quer zum Steinbacher Weg und in die Flucht der geplanten Bibliothek schaffe eine schlüssige städtebauliche Lösung.

JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee zeigte sich sehr angetan von dem Siegerentwurf: „Ich werte das Wettbewerbsergebnis als ein äußerst positives Signal für die weitere Campusentwicklung der Justus-Liebig-Universität Gießen. Mit dem Siegerentwurf ist nun die Basis geschaffen, um zügig weitere wichtige Schritte in Richtung eines kultur- und geisteswissenschaftlichen ,Campus der Zukunft‘ am Philosophikum gehen zu können. In dem neuen Gebäude werden das im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder geförderte International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) sowie das Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften (GGK) räumlich eine neue Heimat erhalten. Ich bin froh, dass die Anmutung des Gebäudes auf eindrucksvolle Weise die offene Grundhaltung und die internationale Ausrichtung des Graduiertenzentrums unterstreicht.“

Für das Graduiertenzentrum ergänzte Prof. Dr. Wolfgang Hallet, Leiter des Teaching Centre am GCSC: „Von dem Siegerentwurf sind wir als Nutzer sehr beeindruckt. Das Raumkonzept für ein Doktorandenzentrum, das konzentriertes Forschen, Management und wissenschaftliches Arbeiten im Team sowie eine flexible Nutzung für Veranstaltungen der verschiedensten Art ermöglichen soll, ist in diesem Entwurf auf hervorragende und im wörtlichen Sinne transparente Weise eingelöst worden. In seiner Offenheit stellt das Gebäude gleichermaßen eine Einladung an die städtische Öffentlichkeit wie auch in den neuen Campus hinein dar – ein wichtiger Baustein für die weitere Umsetzung der Masterplanung der JLU an diesem Standort.“

Prof. Dörte Gatermann, Vorsitzende des Preisgerichts, ist ebenfalls überzeugt von der hohen Qualität des ausgewählten Entwurfs: „Mit dem gelungenen Entwurf des 1. Preises wird die Umsetzung des Masterplans am Standort Philosophikum mit einem besonderen Auftakt sichtbar. Der Vorplatz am Alten Steinbacher Weg wird durch die offen gestaltete Erdgeschosszone zu einem attraktiven Ort für Nutzer und Passanten. Es ist beeindruckend, mit welcher Souveränität die Architekten die Vorgaben der Masterplanung weiterentwickelt haben und selbstbewusst an der richtigen Stelle neue Akzente setzen.“

Der 2. Preis des hochbaulichen Realisierungswettbewerbs ging an das Team Heinle Wischer und Partner Freie Architekten GbR, Berlin. Je eine von insgesamt drei Anerkennungen erhielten gleichrangig die Teams AV 1 Architekten GmbH, Kaiserslautern; IPRO Consult, Dresden und Gareth Hoskins Architects Ltd., Zweigniederlassung Berlin.

Neubau Universitätsbibliothek

Neubau UB
Siegerentwurf für den Neubau der Universitätsbibliothek von Max Dudler, Berlin.
Beim Wettbewerb zum Neubau der Universitätsbibliothek wurde die Arbeit des renommierten Berliner Architekturbüros Max Dudler am 23. März 2016 von der Jury unter Vorsitz der Architektin Prof. Jórunn Ragnarsdóttir mit dem 1. Preis ausgezeichnet. An dem europaweit ausgeschriebenen hochbaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerb hatten sich 27 Architekturbüros beteiligt. Mit dem Neubau entsteht an prominenter Stelle ein modernes, zukunftsweisendes Bibliotheksgebäude mit zentraler Wirkung für den gesamten Campus Kultur- und Geisteswissenschaften. Die sieben derzeit auf diesem Campus untergebrachten Fach- und Zweigbibliotheken werden in die neue Zentralbibliothek integriert.  

Die Universitätsbibliothek (UB) im Philosophikum ist Zentral- und geisteswissenschaftliche Schwerpunktbibliothek. Mit über zwei Millionen Bänden ist sie die größte Bibliothek an der JLU. Gemeinsam mit aktuell vier Zweigbibliotheken und sieben Fachbibliotheken koordiniert sie die Literaturversorgung der Universität. Die UB blickt auf eine über 400jährige Geschichte zurück und gewährleistet heute die Literaturversorgung von mehr als 36.000 aktiven Nutzerinnen und Nutzern. Elektronische Kataloge, ein sich stetig erweiterndes Angebot an elektronischen Medien und der Zugriff auf die Bestände durch großzügige Öffnungszeiten – der überwiegende Teil des Gesamtbestandes von rund 3,7 Millionen Bänden ist täglich bis in die Nachtstunden frei zugänglich – sind die Voraussetzung für optimale Studien- und Forschungsbedingungen.

Vielfältig waren die Anforderungen der Auslobung und des Masterplans an das neue Bibliotheksgebäude. Dem Gewinner ist es nach Auffassung des Preisgerichts hervorragend gelungen, die hohen Anforderungen an einen zukunftsweisenden Bibliotheksbau in eine einzigartige Architektur zu übersetzen. Dabei gelingt es den Architekten, das herausragend durchgearbeitete innere Gefüge der Bibliothek mit seinen öffentlichen, kontrolliert-öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereichen sowie die strenge bauliche Struktur auch von außen ablesbar zu machen – mit einer klaren und eleganten Adresswirkung am neuen Campusplatz. Das Konzept der Wettbewerbssieger sieht eine rasterartige Grundrissgestaltung vor, die von einem System unterschiedlich genutzter Kerne gegliedert wird. Ausgehend von einem platzseitig ausgerichteten Foyer werden die Nutzerinnen und Nutzer über eine Treppe kaskadenartig durch das Gebäude geleitet.

JLU-Präsident Prof. Mukherjee ist begeistert von dem Signal für die JLU, das von dem Siegerentwurf ausgeht: „Dieses Gebäude nimmt eine Schlüsselposition in der mittel- und langfristigen strategischen Entwicklungsplanung der JLU ein, denn die Aufgabe von Streulagenbibliotheken schafft zusätzliche Nutzflächen für die Institute. Ich freue mich darüber, dass der Entwurf für dieses Gebäude, das durch seine zentrale Lage und sein Volumen die neue Mitte des Campusbereichs Philosophikum prägen wird, architektonisch so gelungen ist.“

Der Leitende Bibliotheksdirektor Dr. Peter Reuter erklärt: „Im prämierten Entwurf ist die neue Universitätsbibliothek auch äußerlich schon als zentraler Ort des Wissens und der Begegnung im Campus Philosophikum akzentuiert. Im Inneren ermöglicht die klare Gliederung eine übersichtliche Präsentation der Bücher und ein ausbalanciertes Verhältnis der Areale für Kommunikation und für Konzentration. Wir freuen uns über dieses herausragende Konzept für eine Bibliothek des 21. Jahrhunderts und auf die Zusammenarbeit mit dem Büro Max Dudler, das durch zukunftsweisende Bibliotheksbauten international bekannt ist.“

Neben der guten Umsetzung des Raum- und Funktionsprogramms ist es dem Preisträger gelungen, die Vorgaben des Masterplans aufzunehmen und sowohl mit dem Realisierungs- als auch mit dem Ideenteil weiterzuentwickeln. Das Büro hat gezeigt, wie das Bestandsgebäude zunächst sehr gut mit der Erweiterung im ersten Bauabschnitt in einen interessanten Dialog mit dem heutigen Gebäude tritt und perspektivisch mit dem zweiten Bauabschnitt zu einer Einheit in einem Gebäudekomplex reifen kann. Die Vorsitzende des Preisgerichts, Prof. Jórunn Ragnarsdóttir, würdigt die hohe Qualität des Siegerentwurfs, der auf die komplexen Anforderungen mit inspirierender Strenge und Klarheit einzugehen vermag: „Die neue Bibliothek ist ein großer Gewinn für die Universität und die Stadt Gießen. Die Einstimmigkeit der Entscheidung spiegelt den intensiven Arbeitsprozess und die Begeisterung des Gremiums für gute Architektur wider."

Das hochkarätig besetzte Preisgericht hat die Entwürfe der folgenden Büros mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichnet:
1. Preis: Max Dudler, Berlin
2. Preis: h4a Gessert + Randecker Generalplaner, Stuttgart
3. Preis: Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin
4. Preis: Atelier 30 Architekten, Kassel
5. Preis: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Dresden
Anerkennung: BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
Anerkennung: Staab Architekten GmbH, Berlin

  • Weitere Informationen

www.uni-giessen.de/ueber-uns/campus/phil



Ausbaustufen Philosophikum
Erste Ausbaustufe Philosophikum (rot markiert) - Masterplan Ferdinand Heide und Topos Landschaftsplanung



  • Termin

Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse
für die Neubauten Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften und Universitätsbibliothek
vom 30. März bis 14. April 2016
Ort: Aula, JLU-Hauptgebäude, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr;
Samstag und Sonntag ist die Ausstellung geschlossen.


Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041