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Krankheitsrisiken besser einschätzen und Symptome möglichst frühzeitig erkennen

Diabetes mellitus und Wirbelsäulenerkrankungen: Mit unterschiedlichen Themen gehen die digitalen Seniorenvorlesungen des Fachbereichs Medizin in eine neue Runde

Nr. 54 • 15. April 2022

Die digitalen Seniorenvorlesungen des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) gehen im Sommersemester 2022 in die nächste Runde. Zunächst steht die Diabetes mellitus, landläufig als „Zuckerkrankheit“ bezeichnet, im Mittelpunkt des Interesses; in einer weiteren Folge geht es um die Wirbelsäule, Erkrankungen und Heilungschancen. Die neuen Beiträge sowie auch die Vorträge aus den vergangenen drei Semestern sind auf der Homepage weiterhin verfügbar:

www.uni-giessen.de/senioren

Weltweit sind über 500 Millionen Menschen von Diabetes mellitus betroffen, allein in Deutschland leiden elf Prozent der Bevölkerung darunter – Tendenz deutlich steigend. In seinem Vortrag „Diabetes mellitus – Update 2022“ beschreibt Dr. Michael Eckhardt zunächst in Zahlen die Bedeutung dieser Erkrankung: Besonders häufig findet sich die Krankheit bei älteren Menschen. Etwa ein Drittel der über 80-jährigen leidet an Diabetes mellitus. Unterschiede gibt es dennoch: Die Landbevölkerung erkrankt seltener als Städterinnen und Städter; auch ein niedriger Sozialstatus trägt zur verstärkten Ausbildung der Erkrankung bei.

Ursächlich für den Typ I Diabetes ist eine gestörte Insulinbildung, für den Typ II Diabetes im Wesentlichen eine gestörte Insulinwirkung. Beides führt zu erhöhten Blutzuckerwerten, die zunächst außer unspezifischen Beschwerden wie Müdigkeit, Leistungsabfall oder Harnwegsinfekten keine klinischen Symptome verursachen. Und genau das ist fatal, wie Dr. Eckhardt erläutert. Bei der Diagnosestellung des Diabetes mellitus Typ II liegen bereits bei jeder zweiten Patientin bzw. jedem zweiten Patienten Folgeerkrankungen vor, die alle Organsysteme betreffen können. In diesem Zusammenhang stellt Dr. Eckhardt einen sehr einfachen, acht Punkte enthaltenden Fragebogen vor, mit dessen Hilfe jede/jeder Einzelne sein persönliches Diabetes Risiko einschätzen kann.  Im letzten Teil seines Vortrags geht der Experte auf moderne Behandlungsmethoden – neue Medikamente, Insulinsensoren und Insulinpumpe – ein. Dr. Eckhardt betont dabei, wie wichtig eine frühzeitige Diagnose und Behandlung für den weiteren Verlauf dieser Erkrankung sind.

Dr. Michael Eckhardt hat sich schon früh für das Thema Diabetes und die Folgeerkrankungen interessiert. Seit 1992 gehörte er zum Team der damaligen Medizinischen Poliklinik unter Prof. Dr. Drs. h.c. Konrad Federlin, später unter Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard G. Bretzel, und übernahm im Jahr 2000 die Leitung der Diabetes-Ambulanz, im Jahr 2003 zusätzlich des Diabetes Schulungszentrums. Dr. Eckhardt ist Facharzt für Innere Medizin, darüber hinaus besitzt er Zusatzqualifikationen für Diabetologie und Endokrinologie. Seit 2010 ist er Ärztlicher Leiter des Universitären Diabeteszentrums Mittelhessen, das er auch am Gesundheitszentrum Wetterau etabliert hat, seit 2011 zusätzlich Chefarzt der Diabetes Klinik Bad Nauheim. Dr. Eckhardt ist Mitglied diverser Fachgesellschaften und Träger verschiedener Ehrungen und Auszeichnungen.

Auf spezielle Erkrankungen der Wirbelsäule wird Dr. Christian Foelsch in seinem Vortrag „Spezifischer Rückenschmerz“ eingehen. Aufbauend auf einem früheren Beitrag im Rahmen der Seniorenvorlesungen von Prof. Dr. Henning Stürz erklärt Dr. Foelsch zunächst noch einmal die Funktion der Wirbelsäule und beschäftigt sich dann mit Ursachen des spezifischen Rückenschmerzes: Muskuläre Probleme, aber auch degenerative Veränderungen kleiner Gelenke oder eine Spinalkanalstenose können Rückenschmerzen verursachen. So vielfältig die Ursachen von Rückenbeschwerden sind, so verschieden sind auch die Behandlungs-möglichkeiten: Dr. Foelsch erläutert konservative Therapiemöglichkeiten wie Physiotherapie, Elektrotherapie, Manualtherapie und physikalische Anwendungen und geht darüber hinaus auf Akupunktur und Infiltrationsverfahren ein. Zum Ende seines Vortrags widmet sich der Spezialist speziellen Problemen wie Bandscheibenvorfall, Osteoporose und Wirbelfraktur.

PD Dr. Christian Foelsch ist Facharzt für Allgemeine Chirurgie und Orthopädie und hat Zusatzbezeichnungen für Sportmedizin, spezielle Schmerztherapie und Fußchirurgie. Nach Studium und Promotion in Hamburg absolvierte er den größten Teil seiner Ausbildung in Orthopädie und Allgemeinchirurgie am Universitätsklinikum in Gießen – mit Abstechern nach Marburg, Luzern und Augsburg. Seit 2014 ist Dr. Foelsch Leiter der Kinderorthopädie sowie der Wirbelsäulenchirurgie innerhalb der Orthopädischen Klinik am UKGM in Gießen. Er habilitierte sich 2018 und ist Mitglied diverser Fachgesellschaften.

 „Die Zuhörerinnen und Zuhörer erwarten zwei informative Vorträge, die ein großes Publikum ansprechen. Die Inhalte sind wie immer anschaulich, allgemeinverständlich und unterhaltsam aufbereitet. Einprägsam ist vor allem auch diesmal wieder das Bildmaterial“, verspricht Prof. Dr. Bettina Kemkes-Matthes, Fachärztin für Innere Medizin (JLU), die die Seniorenvorlesungen organisiert.

  • Termin

Seniorenvorlesungen 2022: www.uni-giessen.de/senioren. Auch die Vorträge aus den vergangenen beiden Semestern sind auf der Homepage weiterhin verfügbar.

  • Weitere Informationen

www.med.uni-giessen.de/senioren


  • Kontakt



Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041




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