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Körber Studio Junge Regie

 
Drei Preise für Studierende der Angewandten Theaterwissenschaft

Beim Körber Studio Junge Regie am Hamburger Thalia Theater gewinnen Studierende des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft mit ihrer Performance den mit 10.000 Euro dotierten Jury-Preis, den Publikumspreis und den Preis der Jungen Kritik

Nr. 82 • 14. Mai 2013

Die Performance „Der souveräne Mensch – Warum Juwelen glänzen und Kieselsteine grau sind“ der Gießener Theaterwissenschaftsstudierenden Arnita Jaunsubrena, Lea Schneidermann und Kim Willems hat den renommierten Jury-Preis des diesjährigen Körber Studios Junge Regie am Thalia Theater Hamburg gewonnen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Auch der Publikumspreis sowie der Preis der Jungen Kritik gingen an das Regietrio.

Das Körber Studio Junge Regie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Hamburg, der Körber-Stiftung und des Thalia Theaters unter der Schirmherrschaft des Deutschen Bühnenvereins. Seit 2003 treffen sich alle staatlichen Ausbildungsinstitute für Regie und Theater aus dem deutschsprachigen Raum in Hamburg und zeigen Arbeiten ihrer Studierenden. Von Anfang an war auch das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) vertreten. In diesem Jahr präsentierte sich das Institut mit der Performance „Der souveräne Mensch – Warum Juwelen glänzen und Kieselsteine grau sind“ der Studierenden Arnita Jaunsubrena, Lea Schneidermann und Kim Willems.

Dem Team aus Gießen gelinge das Kunststück, so die Jury in ihrer Begründung, „einen theoretischen Essay über Souveränität (…) so auf die Bühne zu bringen, dass er die Herstellung, die Aufrechterhaltung und das Zerbrechen von Souveränität gleichzeitig reflektiert und präsentiert“. In der Tat: Die Theaterperformance „Der souveräne Mensch – Warum Juwelen glänzen und Kieselsteine grau sind“ ist der Versuch, die Mittel, mit denen die Souveränen hantieren, auf die Probe zu stellen. Denn egal, wo uns Souveränität begegnet, ist sie immer an eine Inszenierung gebunden, in der auf illusorische Techniken zurückgegriffen wird. Das Theater stellt den exemplarischen Ort dar, um jenen Techniken und Fragen nachzugehen, denn erst im Zusammentreffen mit einem Publikum wird Souveränität auf die Probe gestellt.

Arnita Jaunsubrena (geboren 1980 in Jelgava, Lettland), Lea Schneidermann (geboren 1983 in Henstedt-Ulzburg) und Kim Willems (geboren 1985 in Meerbusch) studieren seit dem Wintersemester 2007/2008 Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, wo sie sich kenngelernt und als Kollektiv zusammengefunden haben. In dieser Form haben sie bereits zwei Theaterperformances realisiert. 2010 erarbeiteten sie gemeinsam mit Sylvia Lutz das Stück „Sehnsucht hinter Masken“, das seine Premiere am „Festival Junger Talente“ in Offenbach feierte und unter anderem 2011 beim „Festival dʻAutomne“ in Paris aufgeführt wurde.

Ihre mehrfach preisgekrönte Performance „Der souveräne Mensch – Warum Juwelen glänzen und Kieselsteine grau sind“ entstand als freies Projekt im Jahr 2012 und wurde zum ersten Mal am 8. Dezember 2012 beim 10-jährigen Jubiläum der Hessischen Theaterakademie im Frankfurt LAB aufgeführt. Das gemeinsame Interesse des Trios gilt dem Potenzial der live-Situation, in der Zuschauer und Performer aufeinandertreffen. Damit verbundenen erproben sie einen spielerischen Umgang mit Authentizität auf der Bühne und der Ambivalenz der Performer als Figuren und reale Personen gleichzeitig. Den gestalterischen Mitteln Bühnenbild, Kostüm, Video, Licht und Ton wird eine autonome Kraft zugesprochen, sie kommentieren das Geschehen auf der Bühne, statt ihm nur zu dienen.

  • Weitere Informationen

www.angewandte-theaterwissenschaft.de

  • Kontakt

Philipp Schulte
Institut für Angewandte Theaterwissenschaft
Telefon: 0641 99-31234

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041

 

 

Szene aus „Der souveräne Mensch – Warum Juwelen glänzen und Kieselsteine grau sind“ mit den drei Regisseuren, in der Mitte Kim Willems. Foto: Katharina Speckmann
Szene aus „Der souveräne Mensch – Warum Juwelen glänzen und Kieselsteine grau sind“ mit den drei Regisseuren, in der Mitte Kim Willems. Foto: Katharina Speckmann