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Nachholtermin der Lesung mit Ruth Klüger

 
ACHTUNG, DIESER TERMIN MUSS LEIDER AUSFALLEN! International bekannte und ausgezeichnete Schriftstellerin liest aus ihrem neuen Erinnerungsbuch „unterwegs verloren“ – Termin war ursprünglich für letzten November geplant -

Nr. 87 • 30. April 2009

Nachtrag vom 7. Mai 2009: Die Lesung muss krankheitsbedingt leider erneut ausfallen. Die Arbeitsstelle Holocaustliteratur bittet um Verständnis, auch dafür, dass kein weiterer Ersatztermin angeboten werden kann.

 

Die ursprünglich für den November 2008 geplante Lesung von Ruth Klüger aus ihrem neuen Erinnerungsbuch „unterwegs verloren“ anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Arbeitsstelle Holocaustliteratur wird nachgeholt: Am Donnerstag, 14. Mai 2009, um 20 Uhr wird die Holocaust-Überlebende den wegen Krankheit ausgefallenen Termin in der Aula der Universität nachholen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Ruth Klügers autobiographisches Werk „weiter leben. Eine Jugend“ von 1992 war ein Meilenstein der Erinnerungsliteratur. Sie schildert darin nüchtern und frei von jeglichem Pathos die Erinnerungen an ihre von Antisemitismus und Verfolgung geprägte Kindheit in Wien und das daraus resultierende gespaltene Verhältnis, das sie bis heute zu ihrer Geburtsstadt hat. Klüger berichtet zudem eindringlich von ihrem Überleben im Getto Theresienstadt und den Konzentrationslagern Auschwitz-Birkenau und Christianstadt sowie über ihr Leben danach. Ihr neues Erinnerungsbuch „unterwegs verloren“ handelt von Klügers Leben nach dem Krieg.

Aus dem dreizehnjährigen Mädchen, dem die Gaskammer nur durch einen glücklichen Zufall erspart geblieben war, wurde eine angesehene Literaturwissenschaftlerin, eine selbstbewusste Feministin und international ausgezeichnete Schriftstellerin. Klügers Leben in den USA in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die komplexe Beziehung zu ihren zwei Söhnen, die unglückliche Ehe und die als Befreiung empfundene Scheidung sind Themen dieser Autobiographie. Es erzählt eine Frau, die sich ihre Muttersprache sowie ihre Geburtsstadt Wien zurückerobert und sich den Schatten der Vergangenheit stellt. Die Autorin berichtet, welche Reaktionen ihre eintätowierte Häftlingsnummer aus Auschwitz auslöst – auch noch Jahrzehnte nach dem Holocaust. Zudem schreibt Klüger von ihrem brüchigen Verhältnis zu Männern im Allgemeinen und zu Martin Walser im Besonderen.

Ruth Klüger wurde 1931 in Wien als Tochter eines jüdischen Arztes geboren. Bereits in ihrer frühen Kindheit erlebte sie den Antisemitismus und die systematische Ausgrenzung der Juden aus dem öffentlichen Leben in ihrer Heimatstadt. Der Vater und ihr Bruder fielen dem Holocaust zum Opfer. 1942 wurde Ruth Klüger im Alter von elf Jahren gemeinsam mit ihrer Mutter erst in das Konzentrationslager Theresienstadt, anschließend nach Auschwitz und nach Christianstadt, einem Außenlager des KZ Groß-Rosen, deportiert. 1945 gelang ihnen kurz vor Kriegsende die Flucht. 1947 emigrierte Ruth Klüger, mittlerweile 16 Jahre alt, mit ihrer Mutter in die USA und wurde später Professorin für deutsche Literaturwissenschaft.

Klüger heiratete den Historiker Werner Angress, mit dem sie zwei Söhne hat. Von 1980 bis 1986 war sie Professorin an der Princeton University und danach Professorin für Germanistik an der University of California in Irvine sowie seit 1988 Gastprofessorin an der Georg-August-Universität Göttingen. Als Literaturwissenschaftlerin hat sich Klüger unter anderem intensiv mit Heinrich von Kleist befasst und war langjährige Herausgeberin der Zeitschrift German Quartely. Klüger hat zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten. Im Jahr 2001 wurde ihr der Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch verliehen und 2003 die Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen. Klügers publizistisches Werk umfasst feministische Schriften, literaturwissenschaftliche Abhandlungen und Beiträge zur Holocaustliteratur.

Termin:

Donnerstag, 14. Mai 2009, 20 Uhr, Aula des Universitäts-Hauptgebäudes, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen

Weitere Informationen
www.holocaustliteratur.de

Kontakt:
Charlotte Kitzinger M.A., Arbeitsstelle Holocaustliteratur
an der Justus-Liebig-Universität Gießen
Otto-Behaghel-Straße 10B/1, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-29093 , Fax: 0641 99-29094