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Artikelaktionen

Normen und Wandel in der Weltpolitik

Die Sektion strebt eine enge Zusammenarbeit mit der Sektion Internationale Sicherheit und Staatlichkeit an - und wirbt um weitere Mitglieder auf Doktoranden- und PostDoc-Ebene aus den sozial-, rechts-, wirtschafts- und geschichtswissenschaftlichen Instituten an der JLU und anderen Universitäten, die sich von unserer Forschungsagenda angesprochen fühlen. Bitte mailen Sie mit einer kurzen Beschreibung ihres Profils, ihrer Uni-/Institutionen-Anbindung und Ihrem inhaltlichen Interesse an einer Mitgliedschaft per an Dr. Janne Mende.

 

Mission Statement

Die Weltpolitik ist im Zeitalter der Globalisierung einem grundlegenden Wandel unterworfen, der Widersprüche und Spannungen offenlegt, die nicht selten zu Konflikten und Gewaltanwendung führen. Einerseits sind mit der Globalisierung neue Problemlagen entstanden (z.B. Klima­­erwärmung, Finanz- und Währungskrisen, Epidemien, Terrorismus, Migration durch Armut und Ausbeutung etc.), die durch das zwischen­staat­liche Regieren nicht mehr effektiv be­arbeitet werden können. Zugleich wird die Dominanz des Staatensystems durch neue Akteure wie transnationale Unternehmen, NGOs oder die globale Zivilgesellschaft rela­tiviert. Traditionelle Normen des internationalen Staatensystems wie die Souveränität oder das Interventionsverbot verlieren gleichzeitig an Bedeutung. Demgegenüber zeichnet sich eine deutliche Zunahme von zwischenstaatlichen und transnationalen Normen ab, die nahezu alle Ebenen des politischen Lebens betreffen. Ein Beispiel dafür ist die Norm der Schutzverantwortung (R2P). Die These vom Ende und dem Regieren jenseits des Nationalstaates hat im Lichte dieser Entwicklungen eine beachtliche Karriere in der Lehre der IB hingelegt.

Andererseits werden Bemühungen um eine Verrechtlichung globaler Politik immer wieder durch zwei Faktoren erschwert bzw. konterkariert: zum einen kulturelle und sozio-ökonomische Unterschiede zwischen Gesellschaften des "Globalen Südens" und "Globalen Nordens"; zum anderen machtpolitische Interessen einzelner Staaten, die um ihre Handlungs­auto­no­mie kämpfen und dabei in die Logik staatlicher Interessenpolitik zurückfallen - und bspw. den Schutz von Menschenrechten als Vorwand für eine interventionistische Machtpolitik instrumentalisieren. Hinzu kommen teilweise gravierende Defizite in Bezug auf die Effek­tivi­tät, demokratische Legitimität und die Gerechtigkeit des globalen Regierens in internationalen Institutionen, die von westlichen Staaten dominiert werden - und den Widerstand der BRICS- und anderer Staaten des Südens herausfordern. Mangelnde Com­plian­­ce mit internationalen und transnationalen Normen – aufgrund unterschiedlicher Norm­verständ­nisse und -interpretationen, Normkollisionen oder der Anfechtung/Infragestellung/Zweckinstrumentalisierung von globalen Normen durch einzelne Staaten oder gesellschaftliche Akteure – stellt immer häufiger ein Problem für die glo­bale Politik dar, das es zu bearbeiten gilt.

Die Sektion „Normen und Wandel in der Weltpolitik“ nimmt in der Forschung und Aus­bildung des akademischen Nachwuchses diese spannungsgeladenen Prozesse des Wandels zum Ausgangspunkt. Sie ver­steht sich als ein Forum zur interdisziplinären Beschäftigung mit den beschriebenen Phä­nomenen, die insbesondere aus den Perspektiven der Politikwissenschaft, Soziologie, Ge­schichts-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften untersucht werden sollen. Angestrebt wird ein langfristiger intellektueller Austausch und eine nachhaltige Vernetzung, die gerade dem wissenschaftlichen Nachwuchs neue Perspektiven und Aktionsfelder über Disziplingrenzen hin­weg öffnet. Dazu dient die Möglichkeit, Promotions- und Habilitationsvorhaben, die in Kolloquien diskutiert werden können, sowie andere geplante oder laufende Forschungs­projekte vorzustellen. Zudem sind regelmäßige Gastvorträge renommierter externer Wissenschaftler/innen geplant. 

 

Aktuelle Veranstaltungen WiSe 2017/18

 

21. November 2017

12:00 - 14:00, Haus E, Phil. II

Kolloquium "Internationale Beziehungen" (Raum und Thema sowie Materialien auf Anfrage)

 

 

28. November 2017

Hörsaal A110 Phil. II, 16:00-17:45h

Grüne Transformationen im globalen Süden
Prof. Dr. Markus Lederer
Technische Universität Darmstadt

 

2018

offen

 

Internationale Präsenz und Publikationen

Alex Reichwein organisiert für die 5th Global Conference of the World International Studies Conference (WISC) / Taiwan Association of International Relations (TAIR) in Taipei/Taiwan, 1-3 April 2017 eine Section Realist Visions of World Order and Foreign Policy in Times of Global Power Shifts.


- Alex Reichwein und Mischa Hansel präsentieren ihr Projekt Rethinking Responsibility: Military Humanitarianism beyond Western States und ihr Paper Forbidden Fruit? Humanitarian Reasoning and the New Authoritarian Interventionism auf der EISA's 10th Pan-European Conference on IR der European International Studies Association (EISA) im September 2016 in Izmir (Yasser University).

 

- Alex Reichwein und Mischa Hansel organisieren bei den 3rd European Workshops in International Studies (EWIS) 2016 einen Workshop zum Thema Rethinking Responsibility: Military Humanitarianism beyond Western States? Sie gehören zu den insgesamt 40 ausgewählten internationalen Wissenschaftler/innen, die den Zuschlag erhalten haben. Im Lichte der Bürgerkriege in Syrien, im Irak und im Jemen sowie dem neuen Interventionismus Russlands in Georgien und der Ost-Ukraine und dem Konflikt zwischen dem Iran und Saudi-Arabien um die regionale Vormachtstellung am Persischen Golf werden Hansel und Reichwein ein Papier Forbidden Fruit? Humanitarian Reasoning and the New Authoritarian Interventionism vorstellen - und zusammen mit 15 weiteren ausgewählten internationalen Kolleg/innen aus Deutschland, Europa, den USA und Australien über das völkerrechtliche Instrument der Schutzverantwortung und dessen Ge- und Missbrauch neu nachdenken. Die EWIS finden unter dem institutionellen Dach der EISA vom 6. bis 8. April 2016 an der Universität Tübingen statt.


- Mischa Hansel und Alex Reichwein geben 2016 einen deutsch-/englisch- (LIT Verlag Berlin, unter Vertrag) und einen englischsprachigen (under review) Sammelband Die R2P: Instrument für einen Militärischen Humanitarismus? / Rethinking Responsibility: Military Humanitarianism beyond Western States heraus.


- Mischa Hansel und Alex Reichwein präsentieren ihr Projekt Rethinking Responsibility: Military Humanitarianism beyond Western States und Paper Forbidden Fruit? Humanitarian Reasoning and the New Authoritarian Interventionism auf der 57. Annual Conference of the  International Studies Association (ISA) im März 2016 in Atlanta/Georgia, USA.