Inhaltspezifische Aktionen

Politische Bildung

Die Sektion Politische Bildung freut sich über Interesse an einer Mitarbeit. Senden Sie dazu bitte eine E-Mail an die Sektionsleitung unter Angabe Ihrer inhaltlichen Interessenschwerpunkte.

 

Mission Statement

Politische Bildung im erweiterten Sinne der civic education gewinnt ihr Profil aus allen Angeboten für politisches Lernen und Lehren und bezieht ökonomische, gesellschafts- und sozialwissenschaftliche sowie rechtliche Fragen ein. Politische Bildung wird so als transdisziplinäre Aufgabe verstanden, die schulisch und außerschulisch organisiert sein kann. Es geht mithin auch um Prozesse und Strukturen politischer Sozialisation, in und außerhalb von Bildungsinstitutionen, sowie um Optionen und Möglichkeiten des professionellen Lernens und des Lehrens von Politik, um gesellschaftliche Teilhabe zu unterstützen und Mündigkeit zu fördern. Civic education umfasst in institutionellen Bildungsangeboten (Kindergarten, Schule, Hochschule) sowohl fachspezifische als auch fächerübergreifende Aspekte. In außerschulischen Kontexten sind zivilgesellschaftliche Bildungsangebote an unterschiedliche Träger (Kirchen, Gewerkschaften, freie Träger etc.) gebunden, die zwischen Dienstleistungs- und professionellem Lernangebot changieren. In allen Angeboten Politischer Bildung sind spezifische Standards (Beutelsbacher Konsens), Fach- und Methodenkenntnisse nötig.

 

Zielgruppe

Die Sektion wendet sich an jene Forschende und Nachwuchsforschende, die sich mit Fragen der politischen Bildung im genannten Sinn befassen.

 

Aktuelle Veranstaltungen

16.12.2022

Auftaktveranstaltung "Kinder ins Rathaus"

Um eine Voranmeldung bis zum 14.12.2022 an luana.sommer@rom.jlug.de wird gebeten. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

 

04.10.2022

Online-Buchvorstellung

"Gesellschaftliche Spaltungstendenzen als Herausforderung. Beiträge zur Theorie und Praxis zeitgemäßer politischer Bildung für die und in der Polizei"


Verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen – wie etwa der erstarkende Rechtsextremismus und Terrorismus – verdeutlichen die Notwendigkeit professionell arbeitender Sicherheitsbehörden. Gleichzeitig steht aber auch die Polizei wegen rassistischen, antisemitischen und rechtsextremen Verhaltens einiger ihrer Mitglieder regelmäßig in der Kritik.

 

Zeitgemäßes polizeiliches Handeln ist auf Kenntnisse politischer Entwicklungen sowie politische Urteilsfähigkeit angewiesen, ebenso auf die Reflexionsfähigkeit in Bezug auf das eigene Verhalten sowie eine konsequent demokratisch-rechtsstaatliche Haltung. Hierzu kann die politische Bildung in der Polizeiaus- und -fortbildung beitragen.
Die Thematik rückt der kürzlich im Verlag für Polizeiwissenschaft erschienene Sammelband "Gesellschaftliche Spaltungstendenzen als Herausforderung. Beiträge zur Theorie und Praxis zeitgemäßer politischer Bildung für die und in der Polizei" ins Zentrum. Weitere Informationen: https://www.polizeiwissenschaft.de/schriftenreihen/polizei-geschichte-gesellschaft.

 

Ablauf:
Grußwort durch Prof. Dr. Samuel Salzborn (Justus-Liebig-Universität Gießen), Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus 
 
Vortrag von Prof. Dr. Christoph Kopke (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin): Politische Bildung, Polizei und die Frage der Prävention
 
Vortrag von Kai E. Schubert (JLU Gießen/HWR Berlin): Antisemitismus als Gegenstand der akademischen Polizeiausbildung
 
Moderation: Luana Sommer (JLU Gießen)

 

Die Veranstaltung findet ab 19.00 Uhr digital via BigBlueButton statt.

   
31.05.2021

Online-Vortrag

"Deutschlands Beschweigen von Massenverbrechen – von Myanmar über Äthiopien zu den Uiguren"

Prof. Dr. Bernhard Stahl (Universität Passau)

  
16.15-17.45u

Die GGS-Sektionen "Normen und Wandel in der Weltpolitik" und "Politische Bildung" an der Justus-Liebig-Universität Gießen laden ein zum Vortrag


Ort

Der Zugangs-Link zur Online-Veranstaltung wird nach der Anmeldung zur Veranstaltung mitgeteilt.



Inhalt

Massenverbrechen gelten als die schlimmsten Verbrechen, die Menschen Menschen antun können. Nicht nur sind sie völkerrechtlich verboten, viele Staaten wie Deutschland haben sich darüber hinaus der Prävention und Bekämpfung von Massenverbrechen verschrieben. Doch die Massenverbrechen unserer Zeit werden i.d.R. gar nicht mehr bearbeitet, es überwiegt eine bystander-Position: Die internationale Gemeinschaft lässt Massenverbrechen geschehen. Die These des Vortrags ist, dass dies auf das Schweigen wichtiger internationaler Akteure zurückgeht und Deutschland ist hierfür als ein gutes Beispiel. Ob exzessive Kriegsverbrechen in Äthiopien, Verbrechen gegen die Menschheit in China oder Völkermord an den Rohingya - in der öffentlichen und politischen Diskussion finden diese kaum Gehör. Dieser Befund ist gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte so erstaunlich, dass er nach theoretischer Erklärung und empirischer Überprüfung verlangt.

Weitere Informationen zu den einladenden Sektionen:

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

   

12.02.2021

19.02.2021

Fachaustausch

„Weiblichkeitskonstruktionen und Vorstellungen von Mutterschaft bei Protagonistinnen der autoritären und extremen Rechten"

mit Prof. Dr. Sophie Schmitt, Dr. Marie Reusch, Juliane Lang (M.A.)

 

Der Fachaustausch findet an zwei Terminen statt:

  • 12.02.2021 von 15-18 Uhr
    Weiblichkeitskonstruktionen und Vorstellungen von Mutterschaft bei Protagonistinnen der autoritären und extremen Rechten: Perspektiven für die außerschulische politische Bildungs- und Beratungsarbeit

  • 19.02.2021 von 15-18 Uhr
    Weiblichkeitskonstruktionen und Vorstellungen von Mutterschaft bei Protagonistinnen der autoritären und extremen Rechten: Perspektiven für die politische Bildung an Schulen

Themen

Mit Gründung der Partei „Alternative für Deutschland“ und anderer Organisationen in ihrem politischen und vorpolitischen Umfeld erfahren politisch aktive Frauen in der autoritären und extremen Rechten aktuell eine neue Sichtbarkeit. Nicht nur die Frauen selbst, sondern ebenso die von ihnen gezeigten Inszenierungen von Weiblichkeit irritieren auf den ersten Blick.

Im Forschungsprojekt „Weiblichkeitskonstruktionen und Vorstellungen von Mutterschaft bei Protagonistinnen der völkisch-nationalistischen Rechten – Perspektiven für eine geschlechtersensible politische Bildung“ am Lehrstuhl für die Didaktik der Sozialwissenschaften untersuchen Prof. Dr. Sophie Schmitt, Dr. Marie Reusch und Juliane Lang seit Februar 2020 die Selbstdarstellungen und Themensetzungen von Protagonistinnen der autoritären und extremen Rechten. Im Mittelpunkt stehen Frauen, die als Parlamentarierinnen, Autorinnen und Sprecherinnen verschiedener Organisationen der autoritären und extremen Rechten ein „weibliches Gesicht“ geben und als Vorbilder für rechtsaffine junge Frauen dienen.

Im digitalen Fachaustausch stellen Prof. Dr. Sophie Schmitt, Dr. Marie Reusch und Juliane Lang die Ergebnisse der empirischen Untersuchung vor. Im Dialog zwischen Wissenschaft und verschiedenen Praxisfeldern diskutieren sie mit den geladenen Teilnehmer*innen, welche Perspektiven sich hieraus für die politische Bildung ergeben, z.B. hinsichtlich einer möglichen Weiterentwicklung von Konzepten der politischen Bildung. Die Teilnehmenden sind Expert*innen aus verschiedenen Feldern der schulischen und politischen Bildungsarbeit.

Der Fachaustausch ist eine Kooperation zwischen den GGS-Sektionen „Politische Bildung“ und „Soziale Ungleichheit und Geschlecht“. Das Forschungsprojekt wird finanziert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK).