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Dr. des. Anna Kaufmann

Projektmitarbeiterin, DAAD-Projektkoordinatorin

Anschrift:

 

Justus-Liebig-Universität Gießen

Institut für Germanistik

Otto-Behagel-Straße 10 B

Raum 206c

35394 Gießen

Tel.: 0641/99-29084

E-mail: anna.kaufmann@germanistik.uni-giessen.de

 

Lebensdaten:

 

Geboren am 23. Juli 1988 in Braunschweig; geborene Heidrich

 

Curriculum vitae:

 

  • Seit 2020 Freie Autorin für die Süddeutsche Zeitung im Bereich Kinder- und Jugendliteratur.
  • Seit 2018 DAAD-Projektkoordinatorin am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik von Prof. Dr. Carsten Gansel an der Justus-Liebig-Universität Gießen.
  • 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bürgerbüro der Bundestagsabgeordneten Doris Barnett.
  • 2016 Mitarbeiterin für Text, Lektorat und Anzeigenplanung in der Werbeagentur "Die Medienagenten"
  • 2016 Master of Arts mit Auszeichnung an der Universität Mannheim. Masterarbeit zum Thema "Strategisches Schweigen. Narrative Verarbeitung von Schuld und Schmerz in der 'zweiten' Generation".
  • 2014/15 Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Mittelstandsforschung bei Prof. Dr. Michael Woywode an der Universität Mannheim.
  • 2011/12 Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Germanistik bei Dr. Andrea Seidel an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
  • 2013 Bachelor of Science an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Bachelorarbeit zum Thema "Anforderungen und Problembereiche der Ausgestaltung von Slogans in der Kommunikationspolitik".
  • August/September 2011 Praktikantin im Lektorat des Mitteldeutschen Verlages in Halle (Saale)

  

Herausgeberschaften:


  • Gansel, Carsten/Kaufmann, Anna/Hernik, Monika/Kamińska-Ossowska, Ewelina: Kinder- und Jugendliteratur heute. Theoretische Überlegungen und stofflich-thematische Zugänge zu aktuellen kinder- und jugendliterarischen Texten. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2022.
  • Gansel, Carsten/Heidrich, Anna/Kulkova, Mariya (Hrsg.): Sondernummer zum Thema: Zum „Prinzip  Erinnerung“ in der deutschsprachigen Erinnerungsliteratur. Ausgewählte  Textanalysen. German as a foreign language 1/2021.
  • Ächtler, Norman/Heidrich, Anna/Fernández-Pérez, José/Porath, Mike  (Hrsg.): „Generationalität – Gesellschaft – Geschichte. Schnittfelder  in den deutschsprachigen Literatur- und Mediensystemen nach 1945. Festschrift für Carsten Gansel. Berlin 2021: Verbrecher Verlag. Verlagsinformationen 
     

Wissenschaftliche Beiträge


  • Nadja Uhl: Dank Corona habe ich gelernt zu schweigen. In: #allesdichtmachen. 53 Videos und eine gestörte Gesellschaft. Hrsg. von Michael Meyen, Carsten Gansel und Daria Gordeeva. Berlin: OVALmedia 2022, S. 322–325.
  • Kaufmann, Anna: "Peers als Elternersatz? Zu (außer-)familiären Verlusterfahrungen in Lena Goreliks 'Mehr Schwarz als Lila' (2017)". In: Kinder- und Jugendliteratur heute. Theoretische Überlegungen und stofflich-thematische Zugänge zu aktuellen kinder- und jugendliterarischen Texten. Hrsg. von Carsten Gansel, Anna Kaufmann, Monika Hernik und Ewelina Kamińska-Ossowska. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2022.
  • Kaufmann, Anna: Hans Falladas "Die Marie". In: Wenn mich ein Buch wirklich reizt. Hans Fallada als Literaturkritiker. Hans-Fallada-Jahrbuch. Hrsg. von Sabine Koburger und Michael Töteberg. Berlin 2022: Steffen Verlag (im Erscheinen).
  • Heidrich, Anna: "Zum Erinnern von verstörenden Kindheitserfahrungen in Linda Boström Knausgårds 'Willkommen in Amerika' (2017)". In: German as a foreign language 1/2021, S. 123-127.
  • Heidrich, Anna: Zum Schweigen als Medium der transgenerationellen Übertragung von historischer Erfahrung und seelischer Verletzung in Gila Lustiger "So sind wir" (2005). In: Generationalität, Gesellschaft, Geschichte. Schnittfelder in den deutschsprachigen Literatur- und Mediensystemen nach 1945. Hrsg. von Norman Ächtler u.a. Berlin: Verbrecher Verlag 2020.
  • Heidrich, Anna: Kuba in fiction oder Von den Hoffnungen eines Reporters. In: Literatur-, Medien- und Sprachdidaktik im DaF-Unterricht auf Kuba. Hrsg. von Carsten Gansel, José Fernández Pérez und Mike Porath. Berlin: Okapi 2020. (Edition Gegenwart; Bd. 4).
  • Heidrich, Anna: Verschollene Erinnerungen. Zur Darstellung verstörender Kindheitserfahrungen und ihren Folgen für das Erwachsenenleben in Juli Zehs "Neujahr" (2018). In: Erzählen über Kindheit und Jugend in der Gegenwartsliteratur. Geschichten vom Aufwachsen in Ost und West. Hrsg. von Carsten Gansel, Norman Ächtler und Bettina Kümmerling-Meibauer. Berlin: Okapi 2019, S. 349–372. (Edition Gegenwart. Beiträge zur neuesten deutschsprachigen Literatur und Kultur; Bd. 3).
     

Rezensionen

 

 

Tagungsorganisation:


  • Organisation der DFG-Tagung "Deutschsprachiger Rundfunk im Exil – Deutsche Emigrantinnen und Emigranten und die Rundfunkarbeit im Widerstand gegen das nationalsozialistische Deutschland (1933–1945). Internationale wissenschaftliche Veranstaltung vom 17.–19. Februar 2022 an der Justus-Liebig-Universität Gießen.
  • Organisation der 13. Hans Werner Richter Literaturtage zum Thema "'Das Interesse war darauf gerichtet, wie sie als Menschen waren es was sie taten' (Gerhard Wolf). Das Phänomen 'Freundschaft' in Literatur und Kultur". Wissenschaftliches Kolloquium 11.–13. November 2021 in Bansin/Usedom.
     
  • Organisation der 12. Hans Werner Richter Literaturtage zum Thema "Pandemie - Ein Störfall und seine grenzüberschreitenden Folgen für Kunst und Kultur". Wissenschaftliches Kolloquium vom 01.–03. Juli 2021 in Bansin/Usedom.
     

Vorträge und Gastdozenturen / Workshops:

 

  • Literarische Umformung des Funktionsgedächtnisses? Zur Rolle des Erinnerns eines tabuisierten Massensuizids zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Verena Kesslers Debütroman „Die Gespenster von Demmin“ (2020). Vortrag im Panel „Die Vielschichtigkeit von Erinnerungsprozessen“ auf dem 27. Deutschen Germanistentag vom 25.–28. September 2022 an der Universität Paderborn.
  • "Erinnerte Freundschaft in Christa Wolfs 'Sommerstück' (1989)". Vortrag auf den HWR Literaturtagen am 12.11.2021.
  • "Zu den Auslassungen im kommunikativen Gedächtnis in Hans-Ulrich Treichels 'Tagesanbruch' (2016)". Vortrag auf dem XIV. Kongress der internationalen Vereinigung für Germanistik (IGV), am 27.07.2021 in Palermo/Sizilien.
  • "Überlegungen zur Schweigespirale. Die Videoaktion #allesdichtmachen als kultureller Störfall in Zeiten von Corona. Vortrag auf den HWR Literaturtagen am 02.07.2021.

 

  • Workshop an der Universität Havanna im Januar 2020: „Einführung in die Erzählteorie für DaF-Lehrende" (gemeinsam mit Prof. Gansel).

  • Workshop am Institut für Germanistik der Universität Koblenz/Landau am 16.12.2019: „Narrative Inszenierung von Erinnerung in Frank Cottrell Boyces ,Der unvergessene Mantel‘“.
  • Gastdozentur an der Universität Havanna im Februar 2019: „Erinnern in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur – Textarbeit und Anwendungen für den DaF-Unterricht“ sowie „Romane über die Jugend oder Adoleszenz erzählen. Aktuelle Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten im DaF-Unterricht“ (gemeinsam mit Prof. Gansel).
  • Workshop „Literatur als Störung – Störung in der Literatur. Zur Aushandlung kommunikativer Grenzen in sozialen Systemen“ im Rahmen der IPP-Workshop-Serie „Reading Culture. Established and Emerging Approaches“ in 2018.

 

Mitgliedschaften:

 

  • Oktober 2017 bis März 2021 Stipendiatin des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC)
  • Seit 2017 Mitglied im International PhD Programme Literary and Cultural Studies (IPP)
  • WiSe 2018/19: Studentische Vertreterin im Auswahlkomitee (Selection Committee) des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC)

 

Dissertation:

 

Zur Narratologie des Schweigens. Erzählte Erinnerungslücken und Identitätsbrüche in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.

 

 

Gegenstand der Arbeit sind individuelle und negativ konnotierte Schweigeformen im Kontext von traumatischen Erfahrungen wie schuldhaftes Tun/Kriegshandlungen, politische Repression, Lagerhaft, Flucht, Vertreibung und sexualisierte Gewalt. Die Analyse folgt einer Typologie, die den schweigenden Akteur fokussiert. Das Korpus umfasst Texte, die Schweigen an Zäsuren der deutschen Geschichte des 20. Jh. verhandeln und in Bezug zu Fragen des Erinnerns und der Identitätskonstitution setzen. Gezeigt wird, dass Schweigen im Sinne einer kommunikativen Handlung tendenziell destruktiv auf die Ausbildung von Erinnerungs- und Identitätsentwürfen wirkt, es im Verständnis einer narrativen Strategie hingegen zum produktiven Moment der Strukturierung und Formgebung der Erzähltexte avanciert. Ausgehend von erzähltheoretischen Überlegungen macht die Arbeit Ansätze aus der Linguistik, der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung, der Psychotraumatologie und der narrativen Identitätstheorie für die Textinterpretation fruchtbar.

Verlagsinformationen

 

Lehrveranstaltungen:

 

  • SoSe 2022: Moderne Kinder- und Jugendliteratur: Theorie, Geschichte und aktuelle Entwicklungen (zusammen mit Prof. Dr. Carsten Gansel)
  • SoSe 2022: Der Adoleszenzroman und Figurationen der Störung (zusammen mit Prof. Dr. Carsten Gansel)
  • WiSe 2021/22: Kinder- und Jugendliteratur (zusammen mit Prof. Dr. Carsten Gansel)
  • WiSe 2021/22: Gedächtnis und Erinnerung in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (zusammen mit Prof. Dr. Carsten Gansel)
  • SoSe 2018: Moderne Kinder- und Jugendliteratur und Medien (zusammen mit Prof. Dr. Carsten Gansel)
  • SoSe 2018: Von Hippies, Popkultur und Jugendprotesten. "1968" und die Folgen in Literatur und Kunst (zusammen mit Prof. Dr. Carsten Gansel)