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Professur für Deutsche Literaturgeschichte (Schwerpunkt Mittelalter/Frühe Neuzeit)

Profil der Professur

Prof. Dr. Cora Dietl


Profil der Professur

Die Professur befasst sich mit der deutschen Literaturgeschichte (Schwerpunkt Mittelalter/Frühe Neuzeit). Im Zentrum des Interesses stehen Zusammenhänge zwischen Literatur und Kultur, v.a. Fragen der Performanz und der Text-Bild-Bezüge. Einzelne Projekte zielen auf die Edition und Kommentierung älterer Texte sowie die Erstellung mehrerer literaturwissenschaftlicher Nachschlagewerke.

Prof. Dr. Cora Dietl

Professur für Deutsche Literaturgeschichte
(Schwerpunkt Mittelalter/Frühe Neuzeit)

Büro: Raum B 135
Otto-Behaghel-Str. 10B
35394 Gießen

Tel: (+49) 0641 99-29080
Fax: (+49) 0641 99-29089
E-Mail:

Sprechstunden im Sommersemester 2026:

Montags, 16.00 – 18.00 Uhr
(in dieser Zeit keine Telefonsprechstunde)
Veranstaltungen

Sommersemester 2026

Alte, Lüsterne, Teufel... zwei Fastnachtspiele von Hans Sachs
 
Mit „Der Teuffel mit dem alten Weyb“ (1545) und „Der alt Buler mit der Zauberey“ (1554) hat Hans Sachs zwei komplementäre Fastnachtspiele geschaffen, die eine reichlich übertriebene altersbedingte Perspektive auf Genderrollen bieten - und dabei den Finger in die Wunde einiger Risse in der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts legen. In der Zusammenschau wird erst der (gesellschaftskritische) Witz der beiden Stücke deutlich, daher werden wir sie gemeinsam aufführen. Im Seminar erarbeiten wir die (z.T. rekonstruierende) Aufführung dieser Spiele, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darsteller, Co-Regisseure, Co-Dramaturgen und Maskenbildner zugleich.

Aufführungstermine Sommersemester 2026: 
 
29.06.26, 19:30 Uhr Gießen, Botanischer Garten
02.07.26, 19:00 Uhr, Wettenberg-Wißmar, Kulturkirche St. Raphael
11.07.26, 18:00 Uhr Grünberg, ehem. Antoniterkloster
 
Beraten und Streiten
Literarische Dissenskommunikation in Mittelalter und Früher Neuzeit.
Tagung im Saal des Alexander-von-Humboldt-Hauses, Justus-Liebig-Universität Gießen, 4.–5. September 2026.
 
Wie wird im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit gestritten, beraten und verhandelt?
Die internationale Tagung Beraten und Streiten. Literarische Dissenskommunikation in Mittelalter und Früher Neuzeit von Assoc.-Prof. Dr. Angelika Kemper, Univ.-Prof.i.R. Dr. Sabine Seelbach und Prof. Dr. Cora Dietl widmet sich am 04. und 05. September 2026 an der JLU Gießen dem Thema, wie literarische Formen Konflikt, Dialog und Entscheidungsfindung verhandeln. Im Fokus stehen Texte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, die zeigen, wie Dissens sprachlich gestaltet, moderiert oder zugespitzt wird – von höfischer Epik bis zu Streitgedichten und Dialogformen. Dabei sollen die literarischen Formen von Beratung und Streit neu beleuchtet und als kulturelle und kommunikative Praktiken untersucht werden.
 
Das vorläufige Tagungsprogramm finden Sie hier.
 

 

Die letzte Aufführung der Theatergruppe des Instituts für Germanistik

Das Weihnachtsspiel von Benedikt Edelpöck, eines österreichischen Humanisten, erscheint sehr mittelalterlich  und doch sind die Themen, die es zentral behandelt, heute wie auch in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts besonders aktuell: soziale Ungerechtigkeit und Unterdrückung Unterlegener, Machtversessenheit, Mitläufertum, sinnlose Gewalt.

Aufführungstermine Wintersemester 25/26:

04.12.25, 19:00 Uhr, Gießen, Pankratiuskapelle

06.12.25, 16:00 Uhr, Grünberg, Hospitalkirche

 

 

Artusroman und Klanglichkeit

Cora Dietl / Christoph Schanze / Friedrich Wolfzettel / Lena Zudrell

Veröffentlichung: 2026
 

Das Spektrum von ›Klang‹ in literarischen Texten ist weit gefasst. Darunter fällt die Beschreibung akustischer Phänomene wie natürlicher oder technisch erzeugter Geräusche, Musik, Lärm, der menschlichen Stimme, aber auch der Klang des Textes an sich, also seine rhetorische oder metrische Gestaltung und die Frage nach seinem medialen Status. In der literaturwissenschaftlichen Forschung spielen die akustischen Dimensionen von Texten zunehmend eine wichtige Rolle, wofür die kulturwissenschaftlich orientierten, interdisziplinär ausgerichteten sound studies den theoretisch-methodischen Rahmen bilden. Die Mediävistik hat diese neueren Forschungsansätze bereits in fruchtbarer Weise aufgegriffen; arthurische Texte wurden dabei aber bislang nur punktuell behandelt. Der vorliegende Band setzt an diesem Desiderat an und rückt Artusromane in den Mittelpunkt der Betrachtung. Anhand exemplarischer Fallstudien werden in den Beiträgen die vielfältigen Facetten der ›Klanglichkeit‹ des Artusromans untersucht. Dabei geht es um Klangphänomene im Text, aber auch um den Klang des Textes sowie die Verbindung dieser beiden Lautsphären; auch poetologische Aspekte, die mit der klanglichen Dimension des Artusromans zusammenhängen, werden berücksichtigt. 

eBook ISBN: 978-3-1113-6990-7
Gebunden ISBN: 978-3-1113-6968-6
 

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Deutsche Literaturgeschichte im mittelosteuropäischen Kontext

 

European Medieval Drama 29 (2025)

European Medieval Drama is an international project which seeks to promote the study of medieval drama and performance. It explores medieval drama in all European languages and traditions. Drama and performance is widely interpreted to include subjects such as processions, dances, folk traditions, (semi-)theatrical and ritual events, and tournaments. The journal also includes notices relevant to members of the Société Internationale pour l’étude du théâtre médiéval, and information of interest to all scholars in the field of medieval drama (e.g. recently published books, forthcoming conferences, and book reviews).


ISSN: 1378-2274
E-ISSN: 2031-0064


More information about this journal on Brepols.net

Inszenierungen von Heiligkeit

Cora Dietl / Julia Gold / Heidy Greco-Kaufmann / Elke Huwiler / Björn Reich

Heiligenspiele als Ort konfessionellen Streits

Anders als man annehmen könnte, sind Heiligenspiele in der deutschsprachigen Schweiz keine primär vorreformatorische Literaturform. Gerade im Zuge der Reformation und Gegenrefor-mation werden sie hochaktuell und dienen der konfessionellen Auseinandersetzung sowie der Stärkung von Gruppenidentitäten. Der vorliegende Band analysiert die aus Luzern, Sarnen, Einsiedeln, Solothurn und Zug überlieferten deutschsprachigen Heiligenspiele aus der Zeit von ca. 1520 bis 1630 sowie ihre protestantischen Gegenstücke aus Bern und Basel. Die Spieltexte werden jeweils gemeinsam mit dem konkreten Aufführungsort und der Bühnenform betrachtet, in religions-, stadt- und theatergeschichtliche Kontexte eingebettet und nach der spezifischen Inszenierung von Heiligkeit und deren Funktion befragt. ISBN 978-3-7574-0014-9

  

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