Veranstaltungen im WS 2015/2016
Professor Dr. Thomas Möbius:
Vorlesung:
"Ausgewählte Probleme der Literaturwissenschaft und -didaktik", Do., 18-20, Phil. I, A 002
In der Vorlesung werden Fragestellungen der Vertiefungsmodule aufgegriffen und mit aktuellen literaturwissenschaftlichen und literaturdidaktischen Konzepten verbunden. Themenschwerpunkte werden hermeneutische, narratologische und literaturgeschichtliche Aspekte sein, außerdem werden Kanonisierungsprozesse und Aspekte der literarischen Sozialisation behandelt. Die Transformierung dieser literaturwissenschaftlichen Ansätze im Rahmen didaktischer Modellierungen des Literarischen Lernens wird auf der Grundlage aktueller Deutschbücher für alle Jahrgangsstufen untersucht. Einen zentralen Aspekt werden dabei empirische Erhebungen zum Leseverstehen ausmachen. Die verwendeten Folien werden nach der jeweiligen Vorlesung auf Stud.IP verfügbar sein.
Seminare:
"Einführung in das Studiengebiet Literatur - Seminar 01", Mi., 10-12, Phil. I, B 009
Das Seminar beginnt in der 2. Woche (21.10.2015)
Das Einführungsseminar führt in Abstimmung mit der Vorlesung und dem Tutorium in Gegenstandsbereich und Arbeitsweisen der Literaturwissenschaft/-didaktik ein. Einen Schwerpunkt bildet die Vermittlung von Grundlagen der Analyse von lyrischen, dramatischen und epischen Texten. Des Weiteren werden Grundfragen des Fachs und des Literaturwissenschaftsstudiums diskutiert.
Als Leistungsnachweis gelten die regelmäßige Anwesenheit und die erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur. Dem Einführungsseminar liegt eine verpflichtende Basisliteratur zugrunde.
"Einführung in das Studiengebiet Literatur - Seminar 02", Mi., 18-20, Phil. I, B 210
Das Seminar beginnt in der 2. Woche (21.10.2015)
Das Einführungsseminar führt in Abstimmung mit der Vorlesung und dem Tutorium in Gegenstandsbereich und Arbeitsweisen der Literaturwissenschaft/-didaktik ein. Einen Schwerpunkt bildet die Vermittlung von Grundlagen der Analyse von lyrischen, dramatischen und epischen Texten. Des Weiteren werden Grundfragen des Fachs und des Literaturwissenschaftsstudiums diskutiert.
Als Leistungsnachweis gelten die regelmäßige Anwesenheit und die erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur. Dem Einführungsseminar liegt eine verpflichtende Basisliteratur zugrunde.
Professor Dr. Thomas Möbius/Dr. Michael Steinmetz
Seminar:
"Wissen und literarisches Lernen", Do., 12-14, Phil. I, B 106
Seit der ersten PISA-Studie im Jahre 2000 und spätestens seit dem Symposion Deutschdidaktik in Lüneburg im Jahre 2004 gehört die Forderung nach einer empirisch fundierten Deutschdidaktik zu den oft wiederholten Desideraten der universitären deutschdidaktischen Forschung. In dem Seminar wird der Frage nachgegangen, wie die Kernbegriffe der Literaturdidaktik „Lesekompetenz“, „literarische Kompetenz“, „literarisches Lernen“ vor dem Hintergrund ihrer empirischen Überprüfung bestimmt werden; Ziele, Methoden und Ergebnisse exemplarischer aktueller Forschungspro¬jekte werden erarbeitet und diskutiert. Dabei wird vor allem die Frage im Vordergrund stehen, wie das Verhältnis von Wissen und literarischem Verstehen theoretisch fundiert bestimmt werden kann und wie Vermittlungswege aussehen können, die der Wissenspräsupposition literarischen Verstehens Rechnung tragen. Bei der Vermittlung spielen Aufgaben eine besondere Rolle, die als „Schlüssel“ der Wissensaktivierung und damit einer wissensbasierten Vermittlung angesehen werden; daher gilt möglichen Aufgabenformaten ein besonderes Augenmerk im Seminar.
Da das Seminar auch in grundlegende Konzepte der Forschungsmethodologie einführt, wird Wert auf eine intensive kritisch-produktive Mitarbeit der Studierenden gelegt.
Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass die Voraussetzung für die Bestätigung einer „aktiven Teilnahme“ die Lektüre der im Seminar behandelten Texte ist. Die Voraussetzung für eine Teilnahmebestätigung ist zudem das Abfassen eines Essays auf der Grundlage von Themen ausgewählter Sitzungen.
Eine Literaturliste wird in Stud.IP zur Verfügung gestellt, wo auch die behandelte Forschungsliteratur heruntergeladen werden kann. Einführend kann gelesen werden: Voss, Andreas; Blatt, Inge: Psychometrische Erfassung von Lesekompetenz in internationalen und nationalen Leistungsstudien. In: Kämper-van den Boogart, Michael; Spinner, Kaspar (Hrsg.): Lese- und Literaturunterricht. Bd. 3. Baltmannsweiler: Schneider 2010, 27-59 (= Deutschunterricht in Theorie und Praxis. Hrsg. von Winfried Ulrich. Bd. 11/3).
Professor Dr. Cora Dietl/Professor Dr. Thomas Möbius
Seminar:
"Galle, Blut und Schleim: Medizinische Lehre und Literatur im Mittelalter", Do., 10-12, Phil. I, E 105 (E 103b)
Beschreibungen von Verletzungen und Krankheiten und deren Therapie finden sich an prominenten Stellen in der mittelhochdeutschen Literatur, man denke nur an das ärztliche Wirken Gawans oder an die Leiden des Anfortas in Wolframs Parzival. Die in den fiktionalen Texten greifbaren medizinisch-pharmakologischen Kenntnisse spiegeln zum Teil das zeitgenössische Wissen wider, das durch die Lehren griechischer Ärzte wie Hippokrates von Kos (460-370) oder Galenos (130-200) und arabisch-persischer Ärzte wie Rhazes (854-925) Avicenna (980-1037) oder Averroes (1126-1198) geprägt wurde. Dieses Wissen ist uns schriftlich in Arznei- und Rezeptbüchern und in ganzen Kompendien des naturwissenschaftlich-medizinischen Wissens wie Konrads von Megenberg Buch der Natur oder dem Bartholomêus überliefert.
Das Seminar geht anhand ausgewählter Themenbereiche der Frage nach, welches medizinische Wissen in der damaligen Zeit vorhanden war, wie dieses Wissen vermittelt wurde und wie es sich in der Erzählliteratur und den Sachtexten widerspiegelt. Die Themen, die voraussichtlich behandelt werden, betreffen die folgenden Bereiche: Mittelalterliche Erklärungsversuche zur Ursächlichkeit von Krankheiten/Zeugung, Schwangerschaft, Geburt/Pest und andere Seuchen/Lepra, Aussatz/große und kleine Beschwerden des Alltags/ausgewählte Körperteile: Gehirn, Milz/ medizinische Traumdeutung/Tod, Scheintod.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars sollten neben einem Interesse für mittelhochdeutsche Literatur auch einen gewisse Neugier für medizinhistorische Fragestellungen mitbringen. Die Bedingungen für den Teilnahmenachweis bzw. den Leistungsnachweis werden in der ersten Sitzung erläutert.
Als vorbereitende Lektüre sei empfohlen: Jankrift, Kay Peter: Mit Gott und schwarzer Magie. Medizin im Mittelalter. Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft 2005; Haferlach, Torsten: Die Darstellung von Verletzungen und Krankheiten und ihrer Therapie in mittelalterlicher deutscher Literatur unter gattungsspezifischen Aspekten. Heidelberg: Winter 1991.
Weitere Informationen finden Sie im elektronischen Vorlesungsverzeichnis (eVV) des Instituts für Germanistik.