Buchpremiere: „Grenzen der Erfahrung. Gesellschaftskritische Perspektiven auf Antisemitismus und Bildung“
Der neu erschienene Sammelband „Grenzen der Erfahrung“ soll einer breiteren Öffentlichkeit vor- und zur Diskussion gestellt werden. Der Band umfasst 17 Beiträge und dokumentiert wesentliche Beiträge der Tagung „Ticketdenken. Gesellschaftskritische Perspektiven auf Antisemitismus und Bildung“, die im April 2024 an der JLU Gießen stattfand.
Der Band behandelt grundlegende Fragen der Möglichkeiten bzw. Notwendigkeit, Bildung gegen Antisemitismus mit kritischer Gesellschaftstheorie zu verbinden. Antisemitismus ist ein Bildungsgegenstand, der Pädagogik vor grundsätzliche und spezifische Herausforderungen stellt. Um die Reichweite und Grenzen von Bildung gegen Antisemitismus sinnvoll diskutieren zu können, müssen pädagogische wissenschaftliche Erkenntnisse und Prinzipien mit dem Wissen über den Charakter des Antisemitismus und den Gründe für seine Entstehung und Verbreitung zusammengeführt werden. Dies schließt dezidiert eine Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse ein, durch die und in denen Antisemitismus sich bislang stets neu reproduziert. Die interdisziplinären Beiträge analysieren theoretische Grundlagen, pädagogische Herausforderungen und aktuelle Entwicklungen. Im Anschluss an zentrale Motive der Kritischen Theorie rücken sie das Verhältnis von Subjekt, Gesellschaft und Erfahrung in den Mittelpunkt – und eröffnen neue Perspektiven auf Bildung im Spannungsfeld von Ideologiekritik und Praxis.
Näheres zur Veranstaltung wird in Kürze bekannt gegeben.