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Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für Prof. Claus Leggewie

Bundespräsident würdigt das vielfältige Engagement des Politikwissenschaftlers und Inhabers der Ludwig-Börne-Professur der Justus-Liebig-Universität Gießen

Nr. 11 • 23. Januar 2023

Prof. Dr. Dr. h.c. Claus Leggewie nimmt das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse von Wissenschaftsministerin Angela Dorn entgegen. – Foto: Paul Müller
Prof. Dr. Dr. h.c. Claus Leggewie nimmt das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse von Wissenschaftsministerin Angela Dorn entgegen. – Foto: Paul Müller

Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Dr. h.c. Claus Leggewie nimmt als international gefragter Experte weltweite Krisen in den Blick, erklärt – fundiert und pointiert – globale Zusammenhänge und bezieht in zahlreichen Publikationen öffentlich Stellung für Demokratie und Toleranz. Dabei regen seine Vorschläge nicht nur den wissenschaftlichen Fortschritt an, sie erfahren vielerorts auch praktische Umsetzung. Gleiches gilt auch für sein Engagement für eine rationale Migrationspolitik. Der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist Prof. Leggewie seit Jahrzehnten eng verbunden: Hier hat der Inhaber der Ludwig-Börne-Professur 2001 das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) mitbegründet und 2020 das „Panel on Planetary Thinking“ ins Leben gerufen. Für sein vielfältiges Engagement im In- und Ausland ist er von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung wurde ihm am 20. Januar 2023 in Wiesbaden von Wissenschaftsministerin Angela Dorn verliehen.

JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee gratuliert dem renommierten Politikwissenschaftler herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung: „Von Prof. Leggewie gehen wesentliche Impulse für eine demokratische Gesellschaft in weltweit von Kriegen und Krisen geprägten Zeiten aus. Er ist ein Mahner für Demokratie und Toleranz, auf dessen Stimme wir an der JLU sehr viel geben.“ Zugleich dankt er Prof. Leggewie für seinen großen Einsatz für die Universität Gießen. 

Claus Leggewie, Jahrgang 1950, Professor für Politikwissenschaft an der JLU seit 1989, war langjähriger Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen sowie des Centre for Global Cooperation Research in Duisburg. Seit Herbst 2015 ist er der erste Inhaber der Ludwig-Börne-Professur an der JLU. Mehrfach koordinierte er die Ringvorlesungen des Präsidenten wissenschaftlich, so die Reihen „Amerika ist anders“ (Wintersemester 2016/17), „Europa. Eine Welt von gestern?“ (WS 2018/19) und „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Und: Wie wir morgen leben werden“ (WS 2020/21). Im vergangenen Jahr erhielt das von der Berthold Leibinger Stiftung geförderte Honorary Fellowship 2021. Im Thomas Mann House in Los Angeles widmete er sich dem Thema „Repairing Democracy in Europe and the U.S.“ 

Nach dem Studium der Sozialwissenschaften und Geschichte in Köln und Paris promovierte und habilitierte sich Claus Leggewie an der Universität Göttingen. Er lehrte als Professor an der JLU sowie an den Universitäten Paris-Nanterre und der New York University. Darüber hinaus war er Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien, am Remarque Institute der New York University und am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Im Jahr 2001 gründete er das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) an der JLU, dessen Direktorium er angehört. An der JLU hat er das „Panel on Planetary Thinking“ ins Leben gerufen. Seine vielbeachteten Publikationen führten vielfach zur Gründung neuer Forschungsfelder über das gesamte Spektrum der Geistes- und Sozialwissenschaften hinweg. Prof. Leggewie ist Ehrendoktor der Theologie an der Universität Rostock und Träger des Universitätspreises der Universität Duisburg-Essen.  Prof. Leggewie wurden zahlreiche weitere Auszeichnungen zuteil, unter anderem ist er Träger des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen sowie des Sander Prize der New York University für Verdienste in der transatlantischen Wissenschaftskommunikation.

 

 

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