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Ehrenpromotion für Ministerpräsident a.D. Volker Bouffier

Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen würdigt jahrzehntelangen Einsatz des Gießener Politikers und JLU-Alumnus für den Medizinstandort Gießen

Nr. 20 • 7. Februar 2024

Verleihung einer Ehrenpromotion (Dr. med. h.c.) des Fachbereichs Medizin der JLU an Volker Bouffier, Ministerpräsident a.D. (r.), durch den Dekan Prof. Dr. Wolfgang Weidner.
Verleihung einer Ehrenpromotion (Dr. med. h.c.) des Fachbereichs Medizin der JLU an Volker Bouffier, Ministerpräsident a.D. (r.), durch den Dekan Prof. Dr. Wolfgang Weidner.

Für den Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und eine gesicherte Zukunft des universitären Medizinstandortes Gießen hat sich Ministerpräsident a.D. Volker Bouffier jahrzehntelang eingesetzt. Zum Dank und als Anerkennung für seine zahlreichen Verdienste um den universitären medizinischen und universitätsklinischen Standort Gießen hat der Fachbereich Medizin den JLU-Alumnus beim Neujahrsempfang am 6. Februar 2024 im Medizinischen Lehrzentrum mit der Ehrenpromotion (Dr. med. h.c.) ausgezeichnet. 

„Ministerpräsident a.D. Volker Bouffier ist ein allgemein hochgeschätzter Politiker und hat sich in dieser Funktion unterschiedlich für das Land Hessen und die Region Mittelhessen eingesetzt“, sagte der Dekan des Fachbereichs Medizin, Prof. Dr. Wolfgang Weidner: „Das Gedeihen und die Zukunft des universitären Medizinstandortes Gießen war für ihn immer ein Herzensanliegen.“ Volker Bouffier habe dem Fachbereich Medizin stets den Rücken gestärkt, auch in einer Phase nicht-ausreichender Mittel und einer öffentlichen Diskussion über die Zahl der universitären Medizinstandorte in Hessen. Mit seinem Engagement habe er zugleich einen wesentlichen Beitrag dafür geleistet, die universitäre Medizinversorgung im Universitätsklinikum zu sichern. „Wir werden diese Unterstützung nicht vergessen“, betonte der Dekan dankbar.

„Mit der Diskussion über ein neues Zukunftspapier zur Lösung der Investitionskonflikte zwischen dem Land Hessen, der Universität und dem Fachbereich Medizin auf der einen und dem UKGM, Rhön-Klinikum und Asklepios auf der anderen Seite hat Volker Bouffier unermüdlich auf Ausgleich und auf Erhalt des Gießener Standortes für eine herausragende Forschung und ,High-end-Medizin‘ gesetzt“, ergänzte Prof. Weidner. Sein Engagement, etwa zur Lösung von Investitionsproblemen, sei immer sachbezogen und transparent für alle Beteiligten gewesen. Der aktuelle Einsatz für die Beibehaltung einer Zwei-Standort-Lösung für die Zahnmedizin in Gießen und Marburg mache den anhaltenden Blick auf beide Standorte im Sinne der vereinbarten strukturierten Kooperation überzeugend deutlich.

Die Laudatio hielt Karl Starzacher, Rechtsanwalt und Hessischer Finanzminister a.D. sowie langjähriger Vorsitzender des Hochschulrats der JLU. Grußworte sprachen Christoph Degen, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Prof. Dr. Katharina Lorenz, Erste Vizepräsidentin und künftige Präsidentin der JLU, Dr. Wolfgang Maaß, Vorsitzender des JLU-Hochschulrats, Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Medizinischer Direktor der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM), und Prof. Dr. Tobias Kaltenbach, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG. In seinem Schlusswort sprach Prof. Dr. Werner Seeger, Ärztlicher Geschäftsführer des UKGM, von einem „Tag der Freude“ und gratulierte den Geehrten ebenso wie seine Vorrednerin und Vorredner sehr herzlich.

Ministerpräsident a.D. Volker Bouffier

Ministerpräsident a.D. Volker Bouffier ist als Alumnus der Justus-Liebig-Universität Gießen seiner Alma Mater stets verbunden geblieben. Der gebürtige Gießener, Jahrgang 1951, hatte an der JLU Rechtswissenschaft studiert. Schon früh war er in der CDU politisch aktiv, als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Gießen, des Kreistags und (bis 2022) im Landesverband CDU Hessen. Volker Bouffier vertrat u. a. den Wahlkreis 19 (Gießen) von 1991 bis 2022 als MDL im Landtag. Von 1987 bis 1991 war er zunächst Staatssekretär und ab 1999 Hessischer Minister für das Innere und Sport in der Regierung des damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch. Vom 31. August 2010 bis 31. Mai 2022 war Volker Bouffier 
Ministerpräsident des Landes Hessen, Landesvorsitzender der hessischen CDU und stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU. 

Verleihung der Verdienstmedaille des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen für das Jahr 2023 an den Medizinhistoriker Prof. Dr. Volker Roelcke. Fotos: Christian Stein
Verleihung der Verdienstmedaille des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen für das Jahr 2023 an den Medizinhistoriker Prof. Dr. Volker Roelcke. Fotos: Christian Stein

Prof. Dr. Volker Roelcke

Für seine außergewöhnlichen Verdienste bei der Aufarbeitung der NS-Zeit mit besonderem Blick auf die Universitätsmedizin und den Fachbereich Medizin der Universität Gießen erhielt Prof. Dr. Volker Roelcke, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin, Theorie und Ethik der Medizin, die „Verdienstmedaille des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen“ für das Jahr 2023. Dekan Prof. Weidner übergab dem Medizinhistoriker die hohe Auszeichnung des Fachbereichs und würdigte sowohl das Engagement als auch die Expertise des Wissenschaftlers im Themenfeld „Medizin im Nationalsozialismus“ sowie dessen Implikationen für die Medizinethik. 

„Gerade in diesen bewegten Zeiten, wo wir unsere Demokratie gegen Angriffe von rechts verteidigen müssen, wird nochmals besonders augenfällig, wie essenziell wichtig eine kritische, wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit ist – und dies in besonderer Weise in Bezug auf den Holocaust“, betonte Prof. Weidner. „Wir sehen unsere große gesellschaftliche Verantwortung. Ich freue mich sehr darüber, dass Prof. Roelcke einen wichtigen Beitrag zur Einordnung historischen Ereignisse leistet.“

 

  • Weitere Informationen

https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb11

 

  • Kontakt

Dekanat Fachbereich 11 – Medizin der JLU
E-Mail: dekanat

 

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