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Universitätsarchiv Gießen feiert Jubiläum

 
Rückblick auf 25 erfolgreiche Jahre

Nr. 305 • 24. November 2011

Wer denkt, das Archiv der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) verfüge über eine ähnlich langjährige Tradition wie die Hochschule selbst, der irrt. Erst vor 25 Jahren, im November 1986, wurde das Universitätsarchiv Gießen gegründet. Es war nicht zuletzt dem bekannten Historiker Prof. Dr. Peter Moraw zu verdanken, dass die 350 Regalmeter Archivgut der Universität, die bis dahin in der Universitätsbibliothek verwaltet worden waren, nun in einem eigenständigen, archivfachlich geführten Archiv gesammelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Unter der Leitung von Dr. Eva-Marie Felschow entstand ein modernes selbständiges Universitätsarchiv, das heute nicht nur geschätzte Adresse für die professionelle Aufbewahrung und Verwaltung archivwürdiger Materialien, sondern auch ein wichtiger Dienstleister für Universität und Forschende ist. Gießen übernahm mit dieser Gründung eine Vorreiterfunktion, die anderen hessischen Universitäten zogen erst ab Ende der 1990er Jahre nach.

Das Universitätsarchiv ist das kollektive Gedächtnis der JLU. Seine wichtigste Aufgabe liegt in der Übernahme, Aufbewahrung und Erschließung der relevanten Akten und Unterlagen aller Universitätseinrichtungen, soll doch das (Verwaltungs-)Handeln der Universität für die nachfolgenden Generationen nachweisbar und nachvollziehbar sein. Zu den Archivbeständen gehören unter anderem die wertvolle Urkundensammlung, Akten und Amtsbücher der Universität, die Matrikel der Studierenden seit 1650 und die Personalakten der Professoren und Professorinnen. Ergänzt wird dieses reguläre Registraturgut durch zahlreiche Nachlässe wie zum Beispiel den Nachlass des Physikers Heinrich Buff (1805-1878) oder das sogenannte „Liebig-Depositum“ mit seinen mehr als 3.500 Dokumenten zum Leben des berühmten Chemikers, sowie durch Sammlungen, darunter eine umfangreiche Flugblatt- und Plakatsammlung. Mittlerweile umfasst das Archivgut über 2000 laufende Meter Unterlagen, die die Geschichte der Universität von der Gründung im Jahr 1607 bis in die unmittelbare Gegenwart dokumentieren.

Bekannt wurde die Arbeit des Gießener Universitätsarchivs durch eine Reihe von Ausstellungen in den letzten Jahren, wie die Liebig-Ausstellungen im Jahr 2003 oder die beiden Jubiläums-Ausstellungen aus Anlass der 400-Jahrfeier der Universität Gießen im Jahr 2007. An den Beginn des Frauenstudiums in Gießen vor 100 Jahren wurde 2008 mit einer Ausstellung im Universitätshauptgebäude erinnert. Die Durchführung von historischen Ausstellungen ist ein wichtiger Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsarchivs, ebenso wie das Halten von öffentlichen Vorträgen und die Herausgabe von Publikationen.

Seit seiner Gründung versteht sich das Universitätsarchiv als ein öffentliches Archiv, das allen historisch Interessierten offensteht. Täglich beantworten die Archivmitarbeiter Anfragen von Wissenschaftlern und Privatpersonen aus dem In- und Ausland, die zum Beispiel Spuren von ehemaligen Gelehrten oder Studierenden oder bestimmte Archivalien suchen. Als Servicestelle für Wissenschaft und Forschung ist das Archiv auch wichtiger Partner der Universitätsleitung, denn für die Außendarstellung der Universität, bei Jubiläen, im Internet oder in Imagebroschüren ist immer wieder historisches Wissen gefragt. Für Studierende der Geschichtswissenschaften ist das Archiv unverzichtbar, kann man sich hier doch mit Schriftstücken aus über vier Jahrhunderten in der historischen Quelleninterpretation üben. Auf Anfrage bietet die Archivleiterin für Studierende und Schüler Führungen an.

Einen ersten Zugang zu den Beständen erhalten potentielle Archivnutzer über die Homepage des Universitätsarchivs. Bereits jetzt sind schon einige Bestände online und können von Nutzern aufgerufen werden. Als nächstes soll die Digitalisierung des Urkundenbestandes in Angriff genommen werden, die Erstellung eines digitalen Professoren-und Professorinnenkatalogs ist ein weiteres großes Projektvorhaben. In naher Zukunft wird es deshalb für Forschende sehr viel einfacher, die Bestände des Archivs einzusehen und zu entscheiden, ob ein Besuch vor Ort notwendig wird. Das Universitätsarchiv ist im Gebäude der Universitätsbibliothek (Otto-Behaghel-Straße 8, 1.Stock) untergebracht, Archivalien können im Sonderlesesaal der UB eingesehen werden.

  • Öffnungszeiten:

Mo-Di und Do-Fr: 9 – 12.30 Uhr und 13.30 – 16 Uhr sowie Mi: 9 – 12.30 Uhr und 13.30 – 18 Uhr

  • Weitere Informationen:

http://www.uni-giessen.de/cms/org/admin/dez/b/universitaetsarchiv

  • Kontakt:

Dr. Eva-Marie Felschow, Universitätsarchiv
Otto-Behaghel-Straße 8
35394 Gießen
Telefon: 0641 99-14060, Fax: 0641 99-14009

Herausgegeben von der Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041

 Skizzenblatt zur Abreise des Studenten Heinrich Buff von Gießen nach Paris, 29. Sept. 1829  (Universitätsarchiv Gießen, Nachlass Heinrich Buff)
Skizzenblatt zur Abreise des Studenten Heinrich Buff von Gießen nach Paris, 29. Sept. 1829 (Universitätsarchiv Gießen, Nachlass Heinrich Buff)