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Christiane Winkler

Christiane Winkler

M.A. Historische Anthropologie / Europäische Ethnologie, M.A. Angewandte Sexualwissenschaft, Hebamme
Kompetenzzentrum Hebammenwissenschaft, Hochschule Osnabrück
 
Christiane Winkler ist seit 2024 Promovierende im Kompetenzzentrum Hebammenwissenschaft an der Hochschule Osnabrück und seit 2025 Promotionsstudierende im PhD-Kolleg Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke. Christiane studierte Historische Anthropologie und Europäische Ethnologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. Anschließend erfolgte die Ausbildung zur Hebamme. Es schlossen sich zehn Jahre freiberufliche Tätigkeit in einer gemeinschaftlich, selbstverwalteten Hebammenpraxis in Leipzig an. Von 2021 bis 2024 folgte die Tätigkeit als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im Studiengang Hebammenwissenschaft B.Sc. am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Berufsbegleitend absolvierte Christiane den Masterstudiengang Angewandte Sexualwissenschaft an der Hochschule Merseburg.  
Christianes Interessensschwerpunkte liegen im Bereich intersektional-feministischer Theorien & Forschung, insbesondere im Kontext Reproduktiver Gerechtigkeit, Birth Justice und Critical Midwifery Studies sowie lebenslaufbegleitender sexueller Bildung und Beratung.
 

E-Mail: c.winkler.1

Promotionsprojekt

Arbeitstitel: Die Bedeutung von Repronormativität für die peripartale Gesundheitsversorgung von tin* Personen in Deutschland – eine qualitative, intersektionale Analyse
Betreuung: Prof.in Dr.in Claudia Hellmers (Hochschule Osnabrück), Prof.in Dr.in Sabine Metzing (Universität Witten/Herdecke)
 
Kinderwunsch, Konzeption, Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft finden historisch, gesellschaftlich und gesetzlich bedingt in hetero- und cisnormativen Räumen statt. Dies führt zu besonderen Herausforderungen und Hürden bei der Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung rund um Schwangerschaft und Geburt für Personen, die nicht den Normen der heterosexuellen Zweigeschlechtlichkeit entsprechen, darunter trans*, inter* und nichtbinäre Personen. Soziale Normen im Kontext der Reproduktion führen zu gesellschaftlich fundierten und internalisierten repronormativen Vorstellungen, die damit als selbstverständlich und ‚natürlich‘ angesehen werden. Das Forschungsvorhaben richtet den Fokus auf die Bedeutung von Repronormativität für das subjektive Erleben der peripartalen Gesundheitsversorgung von tin* Personen. Dabei gilt es, die Wechselwirkungen verschiedener Achsen der sozialen Differenzierung und deren Verwobenheit mit gesellschaftlichen Herrschafts- und Machtverhältnissen zu analysieren.
Masterthesis

Birth Justice - Intersektionale Perspektiven auf Ungleichheitsverhältnisse rund um die Geburt
Betreuung: Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Hochschule Merseburg; Friederike M. Hesse, Frankfurt University of Applied Sciences
Veröffentlichungen

  • Winkler C, Babac E. Birth Justice. Die Bedeutung von Intersektionalität für die Begleitung von Schwangerschaft, Geburt und früher Elternschaft. Österreich Z Soziol. 2022, 47(1): 31–58. DOI: 10.1007/s11614-022-00472-5.
  • Winkler C. Birth Justice. Intersektionale Perspektiven auf Ungleichheitsverhältnisse rund um die Geburt. Masterthesis. Hochschule Merseburg; 2022. DOI: 10.25673/92376.