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Promotionsprojekt

Rekonstruktion fachspezifischer Orientierungen im Kontext der Berufsqualifizierung von Hebammen
Betreuung: Prof. Dr. Dorothea Tegethoff (Universitätsmedizin Rostock)

Im Umgang mit widersprüchlichen Anforderungen bewältigen Hebammen in ihrer beruflichen Praxis alltäglich Spannungen zwischen normativen Ansprüchen und strukturellen Rahmenbedingungen. Während ihrer Berufsqualifizierung kommen Studierende der Hebammenwissenschaft mit vielfältigen Hebammenpraxen und Situationen rund um die Geburt in Kontakt. Sie erleben dabei auch, wie Erwartungen an eine evidenzbasierte, subjektorientierte Begleitung in der beruflichen Handlungspraxis gelebt und nicht gelebt werden. Diese Erfahrungen stellen einen wichtigen Bezugsrahmen für die Entwicklung einer beruflichen Identität als Hebamme dar. Bislang ist jedoch ungeklärt, mit welchen fachspezifischen Orientierungen (werdende) Hebammen diesbezügliche Spannungsfelder verstehen und handhaben.
Ziel des geplanten Dissertationsvorhabens ist daher die qualitative Rekonstruktion fachspezifischer Orientierungen im Kontext der Berufsqualifizierung von Hebammen.
Dazu werden Gruppendiskussionen mit Studierenden und praktizierenden Hebammen durchgeführt. Die Auswertung fokussiert kollektives habitualisiertes Wissen, unter anderem mit Bezug auf subjektbezogene Autonomie. Sie erfolgt nach wissenschaftlichen Standards der dokumentarischen Methode nach Ralf Bohnsack.