Postkoloniale Erinnerungskultur im deutsch-französischen Vergleich
Ohne Erinnerung keine Versöhnung
Die koloniale Vergangenheit in Deutschland und Frankreich zwischen Anerkennung und Verkennung. Vortrag von Dr. Sahra Rausch.
Die deutsche und französische Erinnerungskultur ist stark von den Erlebnissen der zwei Weltkriege geprägt. Was im kollektiven Gedächtnis hingegen eher unterrepräsentiert ist, sind Erinnerungen an die Kolonialvergangenheit und deren Folgen - hierbei dominiert teilweise immer noch eine implizit
präsente Vorstellung der "mission civilisatrice" den öffentlichen Umgang mit dieser Epoche. In den letzten Jahren wurde - vor allem durch die Proteste der Black Lives Matter Bewegung - die Kritik an der mangelnden Auseinandersetzung mit den Spuren des Kolonialismus und der Vorwurf des Fortbestehens einer kolonialen Anmesie immer lauter. In ihrem Vortrag wird Dr. Sahra Rausch, Expertin für postkoloniale Erinnerungskultur, die Veränderungen im erinnerungskulturellen Umgang mit der Kolonialvergangenheit kritisch nachzeichnen und insbesondere eine kulturvergleichende Perspektive (deutsch/französisch) einnehmen.
17. Juni 2025 ab 18 Uhr im Phil. I Haus B, Raum 009